Wahlen

Dieser Artikel ist in der MSZ 7-1986 erschienen.

Systematik

Wahlen sind die Ermächtigung der Herrschaft durch die Untertanen. In Wahlen nimmt der Bürger Abstand von all den Interessen, die er in seinem Alltag schlecht und recht zu wahren versucht.

Dieser Artikel ist in der MSZ 9-1986 erschienen.

Systematik

Lieber Wählerlin!

Im ersten Halbsatz Deines Briefes stimmst Du einem Artikel zu, der nur eines beweist: "Wahlen sind die Ermächtigung der Herrschaft
durch die Untertanen." Zwei Sätze weiter bist Du bei einem eigenartigen "dennoch": Es gäbe "Situationen, in denen die Teilnahme an
Wahlen überlebenswichtig werden kann." Ausgerechnet dann, wenn's ums "Überleben" geht, soll es also kein Fehler, sondern haargenau
das Richtige sein, mit dem Wahlkreuz sich selbst als Bürger zur ohnmächtigen Manövriermasse der - vertrauensvoll oder skeptisch, auf
jeden Fall ohne Einschränkung - ermächtigten Herrschaft zu erklären?!

Dieser Artikel ist in der MSZ 12-1986 erschienen.

Der wirkliche Souverän ist auch in der Demokratie die jeweilige Regierung. In der Demokratie ist die aber höflich genug, "den Wähler" als den "eigentlichen" Souverän von sich zu unterscheiden und als ihren Auftraggeber auszugeben.

Dieser Artikel ist in der MSZ 6-1985 erschienen.

Wie recht die Politikwissenschaft mit ihrer Einsicht hat, daß die Parteienkonkurrenz das geeignetste Mittel sei, um im Volk volle Klarheit über die Politik zu schaffen, beweisen die diesbezüglichen Fortschritte in dem von den großen Volksparteien veranstalteten Aufklärungsprozeß.
Es genügen genau 5 Argumente bzw.

Dieser Artikel ist in der MSZ 6-1985 erschienen.

Systematik

Unsere Politiker sind wahrheitsliebend, sie haben noch am Wahlabend offen und ehrlich herausgesagt, daß die Wahlergebnisse so geraten sind, wie sie sind. Aber sie machen es sich auch nicht einfach: Wahlergebnisse wollen analysiert sein, denn sonst weiß man ja nicht, was der Wähler damit gewollt hat.

Dieser Artikel ist in der MSZ 1-1990 erschienen.

Systematik

Jetzt haben sie, was sie immer verlangt haben, und es reicht ihnen nicht: In der DDR finden freie Wahlen statt, aber ihre Freiheit ist für bundesdeutsche Politiker immer noch ein zu großes Risiko. Für den Geschmack von Kohl und Vogel ist nämlich trotz günstiger Aussichten noch keineswegs eindeutig genug garantiert, daß am 6.

Dieser Artikel ist in der MSZ 5-1990 erschienen.

Systematik

Die Gründe sind ja wirklich kein Geheimnis.
Erstens, weil das Parlament ein Herrschaftsinstrument ist und sonst gar nichts.

Dieser Artikel ist in der MSZ 1-1987 erschienen.

Systematik

Die Regierurig ermuntert ihr Volk wie - einen guten alten Bekannten: "Weiter so, Deutschland!" Sie lobt ihre Nation für erbrachte Leistungen - und jeder weiß sofort, daß es sich um ein pures Selbstlob handelt.

Dieser Artikel ist in der MSZ 2-1987 erschienen.

Systematik

Viel läßt sich mit ihr nicht sagen. Das Alphabet, das zur Sprache gehört, in der die Zweitstimme redet, besteht aus einem schlichten Kreuz.

Dieser Artikel ist in der MSZ 3-1987 erschienen.

Systematik

Der Gegenstand des Koalitionsbruchs war in freier Wahl und offenkundiger Kumpanei aller Beteiligten ausgesucht. Die Grünen forderten die SPD "ultimativ" auf, die hessische Genehmigung für ALKEM zu verweigern, das Geschäft der Genehmigung also Wallmann zu überlassen.