Libyen

Dieser Artikel ist in der MSZ 5-1986 erschienen.

Dieser Dialog fand statt, bevor Sonderbotschafter Walters zu Konsultationen nach Europa reiste und die Alliierten wenigstens psychologisch vorbereitete." (Frankfurter Allgemeine 17.4.)

Dieser Artikel ist in der MSZ 11-1986 erschienen.

Systematik

In den Vereinigten Staaten soll es unlängst einen Skandal gegeben haben, als die Regierung einen Truppenaufmarsch vor Libyen melden ließ, der hochgespannten Öffentlichkeit dann jedoch kein entsprechendes Kriegsspektakel bot.
Was hierzulande von verständigen Presseheinis als Punktverlust der ungeschickten Reagan-Administration gehandelt wurde ("Reagan sät Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit"), stellt in Wahrheit einiges über das schöne arbeitsteilige Verhältnis klar, das diese Regierung mit der amerikanischen Meinung pflegt, wo es um den "Kampf gegen den internationalen Terrorismus" geht: Da wird locker darüber geplaudert, wie man am besten Gadafi das Licht ausbläst und wann wohl der günstigste Zeitpunkt ist.

Dieser Artikel ist in der MSZ 5-1984 erschienen.

Der amerikanische Präsident entsendet zu großangelegten Manövern Truppen nach Honduras, Kriegsflotten in die Karibik und vor die
Pazifikküste Nicaraguas. Geübt wird "Invasion" sowie das Abfangen gegnerischer Schiffe - auch gleich am wirklichen feindlichen Objekt.
Gedeckt durch diese Massenansammlung von Militär, rüstet der amerikanische Geheimdienst Söldner und nicaraguanische
Regierungsgegner für einen terroristischen Kleinkrieg gegen Nicaragua aus, arrangiert und koordiniert ihre Einsätze; die Luftüberwachung
im Manövereinsatz hilft dabei.

Dieser Artikel ist in der MSZ 1-1988 erschienen.

Systematik

Um den Klauen des Konkursverwalters zu entgehen, hatte der Eishockeyclub Iserlohn für seine Trikots einen finanzkräftigen Werbexponsor an Land gezogen. Ein Spiel lang wurde in einem bundesdeutschen Stadion "am Mann" für Muamar al-Gadafis "Grünes Buch" geworben.

Dieser Artikel ist in der MSZ 2-1986 erschienen.

Systematik

Am 1. September 1969 putschte in Libyen ein "junger Offizier", als sich der libysche Monarch Idris gerade zu einem Kuraufenthalt in der Türkei aufhielt.

Dieser Artikel ist in der MSZ 2-1986 erschienen.

Zum ersten Mal seit Ende des 2. Weltkriegs haben die USA ihr Verhältnis zu einem souveränen Staat am Mittelmeer, zu Libyen, als Kriegszustand definiert.

Dieser Artikel ist in der MSZ 2-1982 erschienen.

Systematik

Zu dem Zeitpunkt, als die US-Regierung laut Vberlegungen anstellt, daß es langsam Zeit für "a second exercise" für Libyen sei, hat sich Muammar al-Gadafi, "überraschend selbst nach Wien eingeladen." Kreisky, als Souverän eines ‚neutralen Landes‘, hätte sicher ablehnen können, wollte aber anscheinend nicht, und der Erfolg hat ihm offensichtlich recht gegeben, wie er hinterher in einem Fernsehinterview verkündet: Bedeutende Staatsmänner aus ganz Europa hätten ihn während des Besuchs antelefoniert, und ihm ihre spezifischen Anliegen für den illustren Gast übermittelt.

Dieser Artikel ist in der MSZ 1-1981 erschienen.

Systematik

Seit Bekanntwerden der Fusion Libyens mit dem Tschad werden in der französischen Öffentlichkeit heftige Vorwürfe gegen die angeblich schlappe Regierung erhoben, die ein militärisches Eingreifen gegen Gaddhafis "Tschad-Annexion" verschlafen habe. Man verdächtigt den Präsidenten und seinen Industrieminister Giraud, daß sie ihre imperialistische Uerantwortlichkeit in Afrika wegen geschäftlicher Interessen vernachlässigten, nachdem bekannt wurde, daß Gaddhafi kurz nach der Entsendung seiner Truppen in den Tschad der französischen Staatsfirma Elf-Aquitaine Konzessionen bezüglich einer Ölförderung auf libyschem Gebiet erteilt hat.

Dieser Artikel ist in der MSZ 6-1981 erschienen.

Systematik

Als verrückt galt Gadafi ja schon immer, und Numeiri aus Sudan hielt ihn für eine "gespaltene Persönlichkeit, beide Teile davon böse". Für die faktische Politik allerdings war er eine durchaus kalkulierbare Größe.