Bundeswehr

Dieser Artikel ist in der MSZ 11-1983 erschienen.

Systematik

Wo der Ernstfall als Manöver deklariert wird - US-Kriegsschiffe vor den Kriegsschauplätzen in Nahost und Mittelamerika - kann es nicht ausbleiben, daß auch im Manöver so scharf geschossen wird, daß es noch vor dem Ernstfall die ersten Opfer gibt.
Das vielgeschmähte Kriegsspielzeug erfüllt mit dem Schein von Schießen, Geländefahrten, Schlachten usw.

Dieser Artikel ist in der MSZ 12-1983 erschienen.

Systematik

Das Bundesministerium für Verteidigung legt alljährlich ein Dokument vor, das es in sich hat: Für ein jenseits aller Diskussion stehendes Gut, die Bundesrepublik Deutschland, wird akribisch aufgeführt, was es an Vernichtungsgerät braucht, um es "vornezuverteidigen". "Kritische" Besprechungen (SPD: "Ein Drehbuch der Aufrüstung") billigen den Zweck und diskutieren sachverständig über die Mittel dazu.

Dieser Artikel ist in der MSZ 12-1983 erschienen.

Systematik

Dann hat der Steuerzahler aber auch ein Recht zu erfahren, ob für sein Geld das Maximum an "Sicherheit" produziert wird.
Nach vorübergehenden Schreckensmeldungen über Gammlertum und Alkoholismus in den Kasernen und den darauffolgenden Klarstellungen, daß dies der Erfüllung der Arbeitsplatzanforderungen nur teilweise widerspricht bzw.

Dieser Artikel ist in der MSZ 2-1982 erschienen.

Systematik

Es gibt keine gängigere, aber auch keine dümmere Ideologie unter friedliebenden Menschen als diejenige, daß die gegenwärtige Politik des Westens die "Gefahr in sich berge", sie könne "uns alle" in "einen Krieg stürzen", den "keiner will". Dabei läßt sich an den Taten der Politiker ganz offen ablesen, daß der Einsatz der Waffen von ihnen als mögliche Notwendigkeit einer Politik, die sie wollen, miteinkalkuliert ist und daß sie alle Vorkehrungen treffen, auch die Etappe des Krieges auf ihre Aufgaben vorzubereiten.

Dieser Artikel ist in der MSZ 1-1981 erschienen.

Systematik

auf dem Schlachtfeld "in Stellung bringen", teilt solches als Erfolg seiner Regierungstätigkeit mit und, kann sich der entsprechenden Würdigung durch die Bürger sicher sein.
Auch wenn er sich öffentlich als Verdienst zugute hält, daß "wir" in Erfüllung "unserer" Bündnispflichten jährlich 3% mehr vom Gesamthaushalt für die schimmernde Wehr abzweigen, wofür natürlich gewisse "Bereinigungen" im Sozialhaushalt sowie Steigerungen der Steuereinkünfte erforderlich werden, regt sich darüber kein Schwein auf.

Dieser Artikel ist in der MSZ 2-1981 erschienen.

Systematik

Bekanntlich ist den Rüstungstechnikern der USA vor einigen Jahren die Entwicklung einer atomaren Gefechtsfeldwaffe gelungen, die den militärtaktisch höchst schätzenswerten Vorzug besitzt, daß sie feindliche Soldaten, auch wenn sie in Panzern sitzen, sicher zu Tode befördert, ohne die dieser Waffengattung sonst eigenen gewaltigen Verwüstungen anzurichten; u.U. bleiben sogar Panzer, deren Besatzungen "versaftet" (US-Militärjargon ) wurden, weiter verwendbar.

Dieser Artikel ist in der MSZ 3-1981 erschienen.

Systematik

Nach Mitteilung der "Zeit" vom 24.4.81 soll im Mai 1980 irgendwo in Bremen im Zusammenhang mit der Traditionsdebatte der Bundeswehr ein Kind in den Brunnen gefallen sein.
Wer daran glaubt und daran, daß es sich bei dem Bonner Auftrieb zu der zweitägigen "Anhörung" zum Thema "Bundeswehr und Gesellschaft" um ein defensives "Aufholen jahrelanger Versäumnisse" unter dem Druck der "Krawalle in Bremen, Bonn und anderswo" bei öffentlichen Gelöbnissen gehandelt habe, der muß, mit Verlaub, ziemlich bescheuert sein.

Dieser Artikel ist in der MSZ 3-1980 erschienen.

Systematik

Über die Gründe der Demonstration gegen die öffentliche Rekrutenvereidigung will seit dem Abend des 6. Mai niemand mehr ein Wort verlieren.

Dieser Artikel ist in der MSZ 5-1980 erschienen.

Systematik

Den Nutzen einer MSZ-Serie über Perspektiven des Dritten Weltkrieges sehen wir, ohne Umschweife, als äußerst beschränkt an. Perspektiven hat der Dritte Weltkrieg nämlich nicht anzubieten.

Dieser Artikel ist in der MSZ 5-1980 erschienen.

Systematik

Während heuer wieder wie alljährlich mit einer größeren Anzahl junger Bundesbürger in einheitlicher Kleidung das "rasche Heranbringen von Verstärkungen" geübt wurde, das militärische "Zusammenwirken der Bündnisländer (Interoperability)" und der erneute Test, "wie die Führungssysteme auf der NATO-Ebene funktionieren" auf dem Manöverplan stand, hielt es der Manöverbeobachter der "Süddeutschen Zeitung" für nötig, zu verbreiten, dies sehe wegen des heurigen "Krisenjahres" alles nur so "gewollt bedrohlich" aus, sei aber "gar nicht so gemeint".
"Wir" probieren ja auch nur in aller Ruhe aus, wie brauchbar die schönen Verteidigungseinrichtungen sind, die "wir" uns für die Konkurrenz der Waffen hingestellt haben.