Wirtschaftsjournaille

Wirtschaftspresseschau
ÖKONOMISCHE MORAL

Anerkannte Volkswirtschaftslehrer füllen heutzutage Wirtschaftsseiten renommierter Zeitungen zunehmend mit Grundsatzartikeln, die eher wie moral- und staatsphilosophische Traktate anmuten, denn wie ökonomische Analysen. Nicht nur die Profession der Autoren und der Zeitungsteil, in dem sie zu Wort kommen, sondem die Argumente selber qualifizieren die Auslassungen allerdings als originäre und zeitgemäße Schöpfungen volkswirtschaftlichen Sachverstandes.

Wirtschaftsjournalismus
KRITISCHE FANS

Wo die Wirtschaftspresse den Pleitegeier kreisen sieht, fliegt sie mit, um das Loblied der Marktwirtschaft und ihrer Gesundheitspolizei zu zwitschern.
So lange das Geschäft läuft, finden die Agenten und Funktionäre des Kapitals in den Wirtschaftsjournalisten verläßliche Verbreiter ihrer Ideologie: daß es allein ihrem unternehmerischen Geschick zu danken ist, wenn die Firma wächst und gedeiht, sprich: sich in der Konkurrenz gegen andere Kapitale, auf ihre Kosten durchsetzt.

IDEOLOGISCHES ALIGNMENT

Paul A. Samuelson, Ami, anerkannter Nationalökonom, Nobelpreisträger, Verfasser des weitverbreiteten Lehrbuchs "Economics, An Introductory Analysis" schreibt darinnen:

GESCHICHTEN VOM ÖL

Auf dem "Energiemarkt" gibt‘s die Erpresser, die zu einer "einheitlichen Preispolitik" zurückkehren wollen, damit sich die Zeit ihrer "willkürlichen Aufschläge" endgültig aufhört. Da gibt‘s die Erpreßten, die bei jetzt sinkendem Ölpreis ihre Preise nicht senken "können" (wahrscheinlich weil ihre Aufschläge ganz unwillkürlich waren).

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