Wahlen

BLINDES VERTRAUEN

Wenn die Politik den Leuten besonders übel mitspielt, weil sie "schwere Zeiten" fürs einfache Volk beschlossen hat, und wenn eben dieses Volk daraus den Schluß zieht, gerade jetzt wären Politiker nie so wertvoll wie heute, zu den Wahlurnen eilt und jene wählt, die sich besonders erfolgreich beim Leuteschröpfen hervorgetan haben - dann handelt es sich zweifelsfrei um eine Demokratie. Und wenn die Politiker ausgerechnet mit ihrer Arbeitslosenproduktion und ihren "Sparprogrammen" im Wahlkampf Punkte machen, der Gemeinste sich als der "Ehrlichste" feiern lassen darf, dann leben wir in einer "lebendigen" Demokratie mit lauter extrem zuverlässigen demokratischen Bürgern.

LEISTUNGSLOHN IN BONN

Und was angemessen ist, sieht man ja an der Entscheidung der fähigen, verantwortlichen und qualifizierten, nämlich gewählten Kandidaten, die sie frei nach ihrem besten Gewissen und Interesse gefällt haben.
Irgendwie hat er ja recht, der Bundestags-Oberbarzel.

Das befreundete Ausland zur Bundestagswahl
KANZLER GEWÄHLT - RAKETEN BESTELLT

Da gab es erst mal gar keine Differenzen - die Entscheidung in Bonn galt allen Bündnispartnern als überwältigendes Votum für die Sache des Bündnisses; eine Nichtstationierung der Raketen im Frontstaat BRD ist ab sofort nur mehr über die Leiche des deutschen Wahlvolks möglich:
"Die westdeutschen Wähler haben deutlich gemacht, daß sie in der Allianz bleiben wollen."

Bundestagswahlen
ERMÄCHTIGUNG '83

Daß Zustimmung zur demokratischen Herrschaft sich jeglichem Vergleich mit den materiellen Wünschen der Bürger versagt - mit dieser Wahrheit gehen heutzutage die berufenen Vertreter der Staatsgewalt offensiv für sich werben.
Dabei ist nicht erst seit den Tagen, an denen die sogenannte "Wende in Bonn sich in neuen unionschristlich eingefärbten Charaktermasken auf Regierungsbänken niederschlug, eines klar, daß sich wahrer Bürgersinn im Gehorsam an den von oben beschlossenen "schweren Zeiten" zu bewähren hat.

Neuwahl der Bürgerschaft:
HAMBURGER VERHÄLTNISSE - BESTENS!

Brav war er, "der" Hamburger Wähler! Nachdem er sich beim letzten Mal am 6.

Neuwahlen im März?
"WEM GEHÖRT DIE VERFASSUNG?"

"Das deutsche Verfassungsrecht lehnt im Interesse des möglichst unverfälschten und glaubwürdigen Wählervotums manipulierte Wahltermine ab" (Robert Leicht in der "Süddeutschen Zeitung").
"Glaubwürdig" soll das "Wählervotum" sein - für wen eigentlich?

Das Ergebnis der Hamburger Bürgerschaftswahlen
ANSTÄNDIG REGIERT WERDEN MUSS

So legt es die Hamburger Verfassung im Artikel 10 fest. Folglich wurde für den 6.

Niedersachsen-Wahl:
4,178 MIO. NÜTZLICHE IDIOTEN FÜR DEUTSCHLAND

Zum Frühlingsanfang haben sich die Niedersachsen zweierlei eingehandelt: eine neue Herrschaft aus 87 CDU-, 63 SPD-, 10 FDP- und 11 grünen Parlamentshängern und das zweifelhafte Verdienst, mit ihren Stimmen bundesweit als "politisches Barometer" fungiert zu haben.
Wer hat davon eigentlich einen Nutzen?

Westberlin
DIE WAHL DES JAHRES

Die Zeiten sind ja schon länger vorbei, wo Westberlin, das "Glitzerding" als Insel der Wohlstandsseligen mitten im Territorium der DDR den armen Brüdern und Schwestern, neben der Freiheit vor allem die Segnungen freien Waltens des Kapitals und Grundeigentums vor Augen führte. Vor allem das Geschäft mit diesem hat der Stadt ein unheilvolles Phänomen namens Filz beschert nebst einer fünften Okkupationsmacht in Gestalt der Instandbesetzer, deren Manöver im letzten Jahr für mehr Aufregung sorgten als die Übungen der alliierten Truppenkontingente. Was den Frontstädtern jedoch unbestritten bleibt und worüber auch das erhöhte Eintrittsgeld für den Osten nicht hinwegtäuschen kann, ist der erlesene Genuß für jeden Berliner über 18, selbst bestimmen zu dürfen, wer für die nächsten vier Jahre, vielleicht auch weniger, über ihren Köpfen die Freiheitsglocke schwingt.

ALTERNATIV WÄHLEN IST ALTERNATIV VERKEHRT

Die AL ist eine kritische Partei. Überall bemerkt sie Gründe zur Unzufriedenheit ungefähr so:

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