Vertriebene

Die Vertriebenen
EINE POLITIKFÄHIGE SEKTE

Justament da das offizielle Bonn sich anschickt, das 40jährige Jubiläum des verlorenen Krieges zur nationalen Feier einer von Selbstvorwürfen gereinigten, weil zur Wirtschafts- und Militärmacht erstarkten Demokratie auszugestalten, erfreuen sich auch wieder Vereine aktueller Beliebtheit, von denen man eigentlich annehmen müßte, daß sie sich durch natürlichen Mitgliederschwund allmählich selbst erledigt hätten: die Vertriebenen.
Offensichtlich verdankt sich die über vier Jahrzehnte erhaltene und jetzt wieder aufblühende Frische der Flüchtlingsbünde nicht der sportlichen Ertüchtigung in ostdeutschen Volkstänzen oder dem ausgiebigen Genuß sudetschlesischer Hausmannskost.

40 JAHRE ÖSTLICHES UNRECHT GEGEN DEUTSCHE

Die Sudetendeutschen gaben zu Pfingsten wieder einmal den angeblich "vom Aussterben bedrohten Deutschen" ein Vorbild: Sie werden immer mehr! In München "rotteten sich 150.000 zusammen" - so formulierte die Regierung der CSSR in einer von Bonn "scharf zurückgewiesenen" Protestnote - und feierten im Angesicht einer Landkarte mit erklecklichen Teilen des Territoriums der CSSR und der VR Polen ihr "kulturelles und geschichtliches Erbe".

SUDETENDEUTSCHEN-TREFFEN IN WIEN

130.000 Leute, die zum Großteil im Westen geboren sind, hier aufgewachsen sind, brav ihre Steuern zahlen, arbeiten und wählen gehen, wie es ihnen ihre westlichen Regierungen verordnen, trafen sich zu Pfingsten, um den Verlust ihrer Heimat zu beklagen. Wer hält sie denn auf hinüberzugehen?

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