USA-Inneres

DIE SOZIALEN EIN- UND ABFÄLLE DER REAGONOMICS

Nach achtjähriger Amtszeit der Reagan-Administration ist die Armut der Massen mehr denn je ein Zustand der Normalität der USA. Jede Statistik gibt Auskunft darüber, daß der Umfang der amtlich definierten Armutsbevölkerung ständig wächst, daß sich die Armutskarrieren beschleunigen und befestigen, daß Teenager, Schwarze und Chicanos gleichermaßen zum Elendspotential gehören, daß ein Job alles andere als ein Schutz vor dem Elend ist.

POWER MIT BLACK

Reverend Jesse Jackson ist der Kandidat mit der besten Presse, von dem alle Konkurrenten mit feierlicher Stimme verkünden: "Es ist gut, daß Jesse kandidiert." Dabei versetzt er seine Kundschaft aus Schwarzen und fortschrittlichen weißen Linksintellektuellen in Verzückung mit Forderungen wie einer einseitigen Verschrottung von MX- und Trident-II-Raketen, der Ablehnung jeder Hilfe für die Contras in Nicaragua und dem Verlangen nach einer massiven Anhebung der Steuersätze für Spitzenverdiener zugunsten eines "60-Mrd.

Freedom and Democracy
WIE AMERIKANER DEMOKRATISCH EINEN LANDSMANN AUSSUCHEN, DER DANN PRÄSIDENT DER VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA WERDEN SOLL.

In den USA toben Vorwahlen, zu denen beide Volksparteien das Volk bemühen: Die Wähler sollen selbst entscheiden, wem sie am ehesten zutrauen, daß er sie am ersten Dienstag im November zur Stimmabgabe für sich rumkriegt. Demokratischer geht‘s also wirklich nimmer.

Kriselt's bei Reagans?
NICHT REAGANS IRAN-AFFÄREN SIND DER SKANDAL, SONDERN DIE MASSSTÄBE DER US-POLITIK, DIE ENTSCHEIDEN, WAS EIN SKANDAL IST

Was ist denn eigentlich geschehen, das in der US-Politik so außergewöhnlich wäre? Was hat Ronald Reagan getan, was ihm nach Auffassung der politischen Sachverständigen die schlimmste Krise in seiner Regierungszeit beschert hat?

Der Nicaragua-Krieg im US-Haushalt
FERTIGMACHEN GEWALTENTEILIG

Rechtzeitig zur Vorlage seines Budgets ‚85 hat US-Präsident Reagan den Sandinismus als "akute Bedrohung der nationalen Sicherheit" wieder auf die politische Tagesordnung gesetzt: Wieviel Tote im laufenden Krieg anfallen, das wird von der Regierung in Washington gesteuert, um für die Haushaltsdebatte das jeweils passende Argument bereitzuhalten.
Die Freiheit und ihre Gangster

Ein Präsident - vor seinen Klienten in Schutz genommen
EINE LANZE FÜR RONALD REAGAN

Wenn einer an die Spitze eines Staates kommt, dann deswegen, weil er alle entscheidenden Bürger dieses Staates davon überzeugen konnte, daß er ihrem Staat endlich wieder, weiterhin oder zu neuem Erfolg verhilft. In Demokratien schließt das die Gewinnung der Wähler ein, die sich erstens von ihrer Nation und zweitens von deren Führung Entscheidendes versprechen.

US-Wahlen
EIN GRUNDKURS IN DEMOKRATIE

"What you see is what you get!" (Walter "Fritz" Mondale)

WAHLEN UND "WAHLEN" - DER GANZ GRUNDSÄTZLICHE UNTERSCHIED

Alle fünf Jahre prüfen amerikanische Bürger, welchen Aspiranten sie auf den Präsidentenposten befördern wollen. Das sind Wahlen ohne Anführungszeichen, und das findet nicht nur der "Spiegel" furchtbar spannend:

USA:
WAS IST AUS DEM AMERICAN DREAM GEWORDEN?

Nachrichten wie aus Kalkutta nur nicht unter "Vermischtes", sondern zur besten Sendezeit der Tagesschau und als Schlagzeile in der Presse, eben weil die Meldung von einer drohenden Hungersnot nicht aus Westbengalen, sondern aus Detroit (Michigan) kommt, einer Stadt, bei der man ansonsten an den in Namen wie General Motors und Ford symbolisierten Reichtum denkt. Wie konnte es dazu kommen?

Eine amerikanische Friedensbewegung
WELTHERRSCHAFT OHNE WELTUNTERGANG

Es ist schon erstaunlich, was heutzutage alles unter dem Titel "Friedensbewegung" antritt und eine alternative Friedenspolitik in Konkurrenz zur herrschenden vorschlägt. Da verfaßt ein potentieller Präsidentschaftskandidat in den USA zusammen mit einem "vorausschauenden" Senator der Reagan-Partei eine Resolution namens "Freeze", und schon wittert die hiesige Bewegung einen Bündnispartner inmitten des amerikanischen "Establishments", eine "Alternative" zu Reagan, die gute Aussichten hat, 1984 Präsident der USA zu werden.

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