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Sowjetunion:
DIE ANTWORT DER AGGRESSIVEN GEGENMACHT

Illusionen über das Ziel und die Maßnahmen der westlichen Politik machen sich die Führer der 2. Weltmacht keine.

Sowjetunion
INITIATIVE, MORAL, DISZIPLIN - ANTIMATERIALISTISCHE REZEPTE FÜR DIE SOWJETISCHE VORKRIEGSWIRTSCHAFT

Die Maßnahmen, mit denen die NATO-Staaten der Sowjetunion beibringen, was mit dem von ihr geforderten weltpolitischen "Wohlverhalten" gemeint ist, haben ihre Wirkung nicht verfehlt: Die Sowjetmacht konzentriert ihre ökonomischen Mittel auf deren Abwehr und stellt sich auf die "schweren Zeiten" ein, die der Westen ihr bereitet.
Absolute Priorität hat das Mithalten in der von den USA diktierten Aufrüstung.

LÄSTIGE STÖRMANÖVER GEGEN NATO-AUFRÜSTUNG

Nehmen wir einmal den Schein ernst, als ginge es bei den Fragen der Aufrüstung zwischen West und Ost noch um Verhandlungen und stellen uns daher naiv die folgende Frage: Aus welchem Grund ist auch das bislang weitreichendste Kompromißangebot der Sowjetunion in bezug auf die Mittelstreckenraketen für den Westen völlig unannehmbar?
Denn das steht ja fest: Während die von der NATO der Sowjetunion angetragene Null-Lösung erklärtermaßen vom Adressaten kompromißlos eine einseitige Abrüstung abverlangt, weil man selbst nichts preisgeben will, außer dem Verzicht auf etwas, was man noch gar nicht besitzt, muß von dem sowjetischen Gegenvorschlag einer "ehrlichen Null-Variante" gesagt werden, erstens, daß er auf einem Kompromiß beruht und zweitens der Gerechtigkeit alle Ehre macht.

Die Sowjetunion aus amerikanischer Sicht
EIN LEBENDER LEICHNAM - ZUM TODE VERURTEILT

So beginnt ein "Time"-Kommentar, der anläßlich des Führungswechsels im Kreml ein "Dilemma" der Reagan-Politk gegenüber der UdSSR konstatieren will. Diese der eigenen nationalen Interessen und Macht gewisse Feindschaftserklärung, macht aus dem eigenen aggressiven Kurs kein Hehl und bemüht für die Gegnerschaft gar keine anderen Gründe mehr als das eigene Ultimatum, daß die Sowjetunion sich aus der Weltpolitik zurückzuziehen hat, sowie die Drohung, ihr dafür mit der eigenen Übermacht eben die häuslichen Probleme an den Hals zu schaffen, auf deren Anerkennung man sie verpflichten will.

PRAKTIZIERTER SYSTEMVERGLEICH ÖKONOMISCH

‚Unsere Antwort an Reagan‘, diese Losung hängt im Leningrader Betrieb ‚Newski-Sawod‘ an der neuentwickelten Gasverdichteranlage GTN 25. Hier in der großen sowjetischen Industrie- und Hafenstadt laufen alle Räder auf vollen Touren, um unabhängig von allen Embargounsicherheiten die Voraussetzungen für die vertragsgemäße Lieferung von Erdgas nach Westeuropa durch die Exportgasleitung Westsibirien-Westeuropa im Januar 1984 zu schaffen.

Russe, Weltfriedensmachtpolitiker, Hauptfeind, Toter, halbwegs brauchbar gewesener Politiker, aber immer noch Russe
LEONID BRESCHNEW

hat als Arbeiter, Student, Parteiaktivist, Soldat, Politoffizier und politischer Anführer der Neulanderschließung die jeweiligen Beschlüsse der Partei mit soviel Erfolg mit durchgesetzt, daß er die Beschlüsse mitfassen durfte und schließlich in Moskau nach dem Sturz Chruschtschows für die Führung der Staatsmacht ausgewählt wurde.
Das kann man ihm natürlich als unglaubliche Raffinesse auslegen, von wegen der abgründig-mysteriösen Methoden des sowjetischen Führungswechsels, genauso wie bürgerlichen Politkarrieruten, wenn sie oben sind, dieser Sachverhalt als glänzend geplante Karriere und überragend ausgefallener Beweis ihres Könnens attestiert wird.

Krisendiagnose für den Ostblock
EIN HERZERWÄRMENDES TODESURTEIL

Seit dem polnischen Aufstand haben Krisen berichte aus dem Ostblock über Planrückstände, Preiserhöhungen und Versorgungsmängel ihren festen Platz im Nachrichtenwesen, so daß die Probleme einer polnischen, russischen oder DDR-Hausfrau inzwischen bekannter sein dürften als die einer bundesdeutschen, die ja nicht Schlange steht, sondern bloß ihr Anspruchsdenken zurückschraubt.
Opfer der Bevölkerung, wie sie in einigen Weltgegenden von wegen Unterentwicklung seit Jahrzehnten schon erst gar nicht zur Kenntnis genommen, in anderen nicht so genannt, sondern als notwendiger Beitrag des einzelnen für die Freiheit eingefordert werden - im Osten fungieren sie als ein Beweismittel.

Jurij Andropow
PROGRAMMIERTE ENTTÄUSCHUNG

Für eine Öffentlichkeit wie die unsrige, die es in der Abteilung Persönlichkeitskult zu einer gewissen Meisterschaft gebracht hat, ist es Ehrensache, anläßlich des Auftretens eines neuen Sowjetführers Spekulationen anzustellen. Über das, was der neue Mann tun wird, gibt es freilich wenig Vertun - was soll er denn anders machen, als sich der vom Westen geschaffenen "Sachzwänge" erwehren?

2 JAHRE AFGHANISTAN: EIN JUBILÄUM

Carter und Breshnew unterzeichnen in Wien den SALT-II-Vertrag. In den USA werden immer mehr Stimmen gegen dieses Vertragswerk laut: Die Ratifizierung durch das amerikanische Parlament läßt auf sich warten.

"IMPERIALISTISCHER MYTHOS DES HUNGERS"

Der "Offene Brief" an die Ärzte-Initiative in Sachen Polenhilfe stammt von einer oppositionellen Gruppe innerhalb des KBW. Der "Aufruf" nebst unterstützendem Kommentar wurde im Dezember in der"Kommunistischen Volkszeitung" abgedruckt.

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