Sport

Schach-WM in Meran
GUT GEGEN BÖSE AUF 64 FELDERN

Gleich zu Beginn der Schachweltmeisterschaft in Meran deckte die deutsche Presse schonungslos auf:
"Schmutzig!

Olympiaboykott:
SPORTLER DURCH UND DURCH

Nach der Pleite in Lake Placid kann Deutschland wieder stolz sein auf seine Sportler. Denn sie haben bei dieser Olympiade gerade dadurch einen Sieg für die Nation errungen, daß sie zum Wettkampf erst gar nicht antreten wollen.

Olympiaboykott
SIEGEN HEISST DIESMAL NICHT DABEI SEIN

Da bei internationalen Sportlertreffen nicht einfach gelaufen, stabhochgesprungen und mit Kugeln geworfen wird, sondern dieselben und andere Tätigkeiten für die Vereinigten Staaten oder für das Große Sozialistische Vaterland verrichtet werden, da die nationalen Athleten also im Dienst der Politik stehen, wenn sie etwas anderes treiben und ihre Kniescheiben, Sehnen und Wirbelsäulen ruinieren, hat die Debatte darüber, ob sich die Völker wieder einmal rein auf der Ebene des schneller, höher, weiter messen wollen, naturgemäß drei Beteiligte: Sportler, Politiker und zuschauende Massen.
Die Frage, wieweit die sportliche Bekräftigung der Völkergemeinschaft zur Zeit statthaft ist, haben alle drei in vorbildlicher Weise, nämlich von beiden Seiten aus gewälzt mit einem Problembewußtsein, das um so eindrucksvoller ist, als das Resultat, daß die Olympiade nicht stattfindet mit dem Entschluß der Amis schon feststand.

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