Psychologie

H.-E. Richter zum "Fall Irak"
DAS GUTE GEWISSEN DES DEUTSCHEN IMPERIALISMUS

Eine Annexion ist passiert, die von der entscheidenden Instanz in Sachen Weltordnung für nicht hinnehmbar erklärt wurde. Das war das Verbrechen, dessentwegen aus Saddam ein klassischer

KONRAD LORENZ: VERHALTENSFORSCHER, TIERLIEBHABER, MENSCHHEITSKRITIKER

Konrad Lorenz ist nicht mehr, Seiner Nachwelt hinterläßt er die etwas umfangreich ausgefallene verwissenschaftlichte Fassung von ein paar moralischen Sentenzen, die zum weltanschaulichen Instrumentarium des gebildeten Staatsbürgers gehören. Wer von der Schlechtigkeit "des Menschen", seiner Neigung zur Hybris und Umweltzerstörung, dem Müßiggang als dem Anfang aller Laster und dem Glauben an die Allmacht der Vernunft als die Erbsünde, die in die Katastrophe führt, und überhaupt von einer Menschheit weiß, die sich immerzu gegen ihre höhere Bestimmung vergeht; wer daran die Forderung knüpft, eine höhere Gerechtigkeit müsse die Menschheit mit ihrer Unvernunft auf das richtige Maß zurechtstutzen und sie wieder Bescheidenheit vor Gott und der Natur lehren: der hat - ohne Lorenz‘ Werk gelesen haben zu müssen - die Lehre diese "großen Österreichers", "Einsteins der Tierseele" und "Menschheitswarners" so intus, als ob er ein nobelpreisverdächtiges Forschungsschwimmen mit einer Graugans absolviert hätte.

H.-E. Richter, "Amerikanismus, Antiamerikanismus - oder was sonst?"
NATIONALE GESINNUNGSHYGIENE VOM OBERSTEN SEELENWART

Horst-Eberhard Richter gilt - gerade bei kritisch gesonnenen Leuten - als führender Vertreter der Psychologie, nicht zuletzt deswegen, weil er laufend zu aktuellen politischen Streitpunkten und Auseinandersetzungen Stellung nimmt. Was diese Sorte politische Psychologie bewegt, dafür hat Richter mit seinem Aufsatz "Amerikanismus, Antiamerikanismus - oder was sonst?"

Horst-Eberhard Richter: Die Chance des Gewissens. Erinnerungen und Assoziationen. Hamburg 1986
DER LEIDENS-KARAJAN PACKT AUS

Daß Wissenschaft auf dem persönlichen Bekenntnis zur Moral beruht; daß die Person des Wissenschaftlers für die Qualität seiner Gedanken bürgt, indem er seine Moralität vorlebt; daß der Gehalt der Wissenschaft daher in seinen Erlebnissen und Gefühlsregungen besteht und umgekehrt seine "Erinnerungen und Assoziationen" schon so gut wie fertige Urteile über die Welt sind - all das zeichnet die Veröffentlichungen des sozialbewegten Friedenspsychologen Horst-Eberhard Richter seit jeher aus. Insofern ist der theoretische Widersinn, seine "sehr persönlichen Gedanken" in einer Autobiographie zu veröffentlichen, für ihn nur konsequent.

EINE WISSENSCHAFT NAMENS PSYCHOLOGIE

Ein Bericht, der die wesentlichen Leistungen einer Wissenschaft erklärt, benennt ihren Gegenstand, referiert die grundsätzlichen Erkenntnisse über ihn und führt die Beweise für die zentralen Einsichten des Fachs an.
Dazu versteigen sich im Falle der Psychologie auch die Vertreter der Disziplin nicht.

DIE DEUTSCHEN - EIN VOLK VON PSYCHOS?

Was treibt ein Volk, dessen Regierung die eigene Armee zur zweitstärksten konventionellen Streitmacht des Westens aufrüstet und auf eurostrategischer Parität mit der feindlichen Weltmacht besteht? Womit beschäftigen sich Bürger, die von ihrem Inneneminister unter ziemlich totale Erfassung und Überwachung gestellt werden?

Jahr der Jugend 1985
JUGEND - WIE GEHT DAS?

Auf keinen Fall durch den Nachweis eines Lebensalters. Schließlich kann kein Mensch aus dem schlichten Befund "Alter zwischen zwölf und einundzwanzig " eine Ideologie herleiten, aus der sich schlüssig ergibt, was sich für die Unglücksraben der so umschriebenen Generation ziemt.

Horst-Eberhard Richter, "Psychologie des Friedens"
VOM UNSINN DER KLAGE ÜBER DIE UNFRIEDLICHKEIT DER POLITIK

Der Psychoanalytiker und Sozialpoychologe Horst E. Richter gilt als anerkannte Autorität der deutschen Friedensbewegung.

Dr. Watzlawick meets "Brigitte"
"LEBENSBERATUNG"

Neben den zahllosen Ratgebern für alle Lebenslagen, den Gebrauchsanweisungen für ein sinnerfülltes Dasein, die sich bereits auf dem Markt befinden, nun auch noch eine "Anleitung zum Unglücklichsein": Bereits diese ironische Umkehrung verrät, daß eine Kritik des praktizierten Glücksideals hier keineswegs zu erwarten steht.
Aufklärung wird statt dessen darüber versprochen, warum es mit der allseits verehrten Lebensfreude, immerzu nichts wird:

Erich Fromm: "Die Kunst des Liebens"
DIE ALLTÄGLICHE ERSATZRELIGION

Nein, Erich Fromm ist kein Pfaffe. Wenn diese in früheren Zeiten bei Hungersnöten, Fronarbeit und Krieg den sündigen Menschen predigten, wie sie durch Nächstenliebe, Bescheidenheit und gläubige Zuversicht in den Himmel kommen könnten, so sieht das bei Fromm ganz anders aus.

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