Ostpolitik/Deutsche Frage

Schwarz-rot-goldene Subjektivität
"LIEBEN SIE DEUTSCHLAND?"

Diese Frage ließen sich Persönlichkeiten der bundesdeutschen Elite aus Politik, Wissenschaft und Kultur vor kurzem vorlegen. Die Antworten wurden gesammelt und herausgegeben in einem Buch, das in seinem Untertitel das Programm der Fragestellung verrät: Es geht um "Gefühle zur Lage der Nation" (Piper, 1985), als darum, ein persönliches Verhältnis zur nationalen Gewalt einzunehmen.

EIN FILM, WIE NOCH KEINER WAR

Die ersten beiden Folgen waren wirklich das Anschauen wert. Endlich mal wieder eine vernünftige Weltkriegs-Dokumentation.

NATIONALER DOLCHSTOSS

Noch in der Nacht werfen deutsche Zeitungen ihre Titelstory um: "Neue Berlinkrise". Der Bonner Krisenstab unter Führung des Kanzlers stellt ein Ultimatum an den DFB.

DEUTSCHE (DOLCHSTOSS-) LEGENDEN...

Bei aller recht- und pflichtmäßigen Empörung über Hitlers "verbrecherischen Angriffskrieg" gilt auch da: Daß überhaupt die Schuldfrage gewälzt wird, also nach der Berechtigung dieses Krieges gefragt wird, verdankt sich allein der Tatsache, daß er verloren wurde. Ein gewonnener Krieg ist nämlich per se gerecht, die Schuldfrage wird durch den Sieg entschieden.

CHRONIK DES REAL EXISTIERENDEN REVANCHISMUS

"Die deutsche Frage bleibt weiter offen", "die deutsche Frage bleibt natürlich offen" (alles H. Kohl).

Die deutsche Antwort

6x 8. Mai-Jubiläum

Das Marburger "Abenteuer" Fluchthilfe
JEDE ZEIT HAT IHRE HELDEN

der Flüchtling aus Erfurt, ist das Material dieser Deutschstunde. Was er davon hat, endlich die Segnungen der Freiheit zu genießen, erfährt man am Rande.

EIN SCHLESIEN BIS ZUM URAL

Nichts geht an der Sache mehr vorbei als die SPD-Schelte am Kanzler, er habe auch im Falle des Schlesiermottos "mangelnde Entscheidungsfähigkeit" gezeigt. Auf solch dümmliches Gemoser kann nur kommen, wer Kohls Bedenken gegen die ursprüngliche Version dahingehend mißversteht, sie sei ihm zu weit gegangen.

CHRONIK DES REAL EXISTIERENDEN REVANCHISMUS

Wir erinnern uns: Zuletzt mußte die Bundesregierung dem italienischen Ministerpräsidenten ihre Deutschlandpolitik "erläutern", weil sein Außenminister wohl etwas "falsch verstanden" hatte.
Vom Osten sind wir es ja gewohnt, daß "wir" ungerechterweise angegriffen werden; aber daß wir jetzt auch unsere Verbündeten darauf hinweisen müssen, was sie unterschrieben haben...

GENSCHER SAGT POLENBESUCH AB

Ein deutscher Staatsmann hat das Recht, - in Polen das Grab eines Staatsfeinds aufzusuchen, also höchst offiziell die Feinde der Regierung, die ihn eingeladen hat, zu ermutigen.
Das ist ungefähr so, als machte es ein ausländischer Politiker zur Bedingung seines BRD-Besuchs, das Grab von Ulrike Meinhof oder Benno Ohnesorg zu besuchen.

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