NATO

VOM GANZ GEWÖHNLICHEN MILITARISMUS

Neulich wurde die Öffentlichkeit, ob interessiert oder nicht, mit den neuesten Informationen über das Frühjahrsmanöver der NATO versorgt. Weit oben im Nordatlantik übte die Marine der Mitgliedsländer Zusammenarbeit und Sicherung der transatlantischen Nachschubwege ("Teamwork ‚84").

Der Gipfel in London
DIE SCHÖNSTEN SORGEN DER WELTHERRSCHAFT

In der Woche vor Pfingsten haben sich die maßgeblichen Häuptlinge der sieben maßgeblichen Nationen der freiheitlichen Völkerfamilie in London zu ihrem jährlichen "Weltwirtschaftsgipfel" getroffen. Erfahren hat man darüber vor allem, daß die demokratische Öffentlichkeit rundherum unzufrieden war.

Offensive Traditionspflege
40 JAHRE INVASION WESTLICHER FREIHEIT

Die westlichen Alliierten feierten am 40. Jahrestag der Invasion in der Normandie ihren militärischen Erfolg über den deutschen Imperialismus und die Deutschen feiern daheim tüchtig mit: Sie sind live dabei und sollen sich an der Parade der Sieger erfreuen.

Die Winterkonferenz der NATO
MEHR GUTE WAFFEN FÜR DEN EINSATZ

Im Unterschied zu Athen war man sich auf der NATO-Konferenz in Brüssel grundsätzlich einig. Hier ging es ja auch um das überzeugungsmittel des Freien Westens schlechthin, seine Gewaltmaschinerie.

Lehren aus dem Gipfel von Williamsburg
RAKETEN - FEST VERZINST

Das imperialistische Geschwisterpaar Geschäft und Gewalt hielt im US-amerikanischen Williamsburg einen stilvollen Gipfel ab. Die glorreichen Sieben der westlichen Welt, von Reagan über Kohl bis zum fernöstlichen Nakasone, waren sich einig in allen bereits gelösten und noch anzugehenden Fragen der Gewalt.

Rüstungspolitik
DER TOTALE REAGAN-FRIEDEN

Das bislang gigantischste US-Rüstungsprogramm, dessen Realisierung bis ins nächste Jahrtausend reichen soll, führte Präsident Ronald Reagan unter dem Titel einer endgültigen Friedenssicherung ein. In der Tat: Das ist der totale Frieden, wenn dem Gegner, das letzte Mittel, sich in der Konfrontation, die zur Zeit auf allen Ebenen eskaliert, zur Wehr zu setzen, aus der Hand geschlagen werden kann.

Die europäische Atomstreitmacht
GETRENNT MARSCHIEREN, VEREINT SCHLAGEN!

Großbritannien und Frankreich leisten sich eine für ihre Verhältnisse enorme atomare Rüstung - und doch handelt es sich dabei um Größen, die in den USA allenfalls Gegenstand des demokratischen Hin und Her zwischen Präsident und Kongreß würde. Noch der freezigste US-Abgeordnete würde bei einem solchen Budget um die "Sicherheit der USA" bangen.

Nato:
ALLES KLAR AN DER SÜDFLANKE

Griechenland und Spanien, Gründungsmitglied der NATO das eine, Neuzugang das andere, möchten gerne die prinzipielle Frage ihrer Mitgliedschaft im westlichen Militärblock diskutiert haben, um dadurch die Konditionen ihrer Teilhabe im "nationalen Interesse" günstiger zu gestalten. Eine aussichtslose Verhandlungsposition, weil das "gemeinsame Interesse", das die führenden Staaten der NATO bestimmen, Sonderwünsche zweier peripherer Mächte nur insofern zuläßt, als sie nicht mit deren Aufgahen im Bündnis konfligieren.

Historisches zum Ost-West Gegensatz
DIE GENESIS DES HAUPTFEINDES

Die Geschichte der internationalen "Beziehungen" der Sowjetunion ist das glatte Gebenteil dessen, was sie beweisen soll. Bis herab zum arbeitslosen Jugendlichen mit Sonderschulabschluß weiß in Westdeutschland jedermann, die "Sünden" der"Russen" herzusagen, auch wenn er bis auf Polen keinen einzigen Ländernamen richtig buchstabieren könnte.

George F. Kennan, Im Schatten der Atombombe, Köln 1982
DIPLOMATIE DES "KALTEN KRIEGES"

George Frost Kennan, erstmals 1935 als US Diplomat in Moskau, 1939 akkreditiert bei Hitler in Berlin, 1944 und 1952 wieder in Moskau Botschafter seines Landes. Als Chef eines außenpolitischen Planungsausschusses im State Department konzipierte er die "Containment (=Eindämmungs-) Politik" gegenüber der Sowjetunion.

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