Nachrüstung

BRD-Rüstungsdiplomatie mit brandneuer Leitlinie
DIE "INVASIONSFÄHIGKEIT" DES WARSCHAUER PAKTS ABBAUEN!

Der Mittelstreckenvertrag ist von der bundesdeutschen Wehrpolitik abgehakt als eine gelungene politische Erpressung, bei der nicht weiter zu verweilen ist. Die Sowjetunion kann nicht mit einer veränderten Einschätzung ihres militärischen Bedrohungspotentials rechnen, nur weil sie einen Abbau ihres reichlichen Raketenarsenals vornimmt, lautet die Auskunft.

Die einzig realistische Null-Lösung:
BEDINGUNGSLOSER ABBAU DIESER SPRENGKÖPFE!

(Bild der Köpfe von Mitterand, Thatcher, Reagan und Kohl)
Ohne Kontrollen vor Ort verifizierbar!

ERFREULICHES ZUM WEIHNACHTSFEST

Viele sagen, im Jahre 1983 sei alles nur noch schlimmer geworden. Das Weihnachtsfest falle in eine bedrohliche Zeit.

Das Parlament
EINE STERNSTUNDE ZUR RAKETENSTATIONIERUNG

Dies die feierlichen Worte des Bundeskanzlers zur Eröffnung einer auf zwei Tage angesetzten "historischen Stunde" des Parlaments.
Zelebriert wurde der parlamentarische Akt zur Aufrüstung, und zwar standesgemäß und streng demokratisch: als kontrovers geführte Debatte von Volksvertretern, wer von ihnen der Bedeutung des "schicksalhaften" Anlasses am Maßstab des Erfolgs der Nation glaubwürdiger Ausdruck verleihe; als längst bekanntes Ja der Schlußabstimmung, zu der man sich in "harten Auseinandersetzungen" hingearbeitet hat.

Raketen im Namen des Volkes
DER NÄCHSTE WELTKRIEG KOMMT DEMOKRATISCH

Am 21. November stimmte der Bundestag mit dem parlamentarischen Wenn und Aber der SPD für die neuen US-Mittelstreckenraketen in Europa.

Das 'Nein' zur Nachrüstung
WIE DIE SPD ZUM 3. MAL EINEN WELTKRIEG VERHINDERT

Zu einer ordentlichen Demokratie gehört nun einmal eine parlamentarische Opposition, die den Vorhaben der Regierung und ihrer Parlamentsmehrheit eine ebenso parlamentarische wie regierungsfähige Alternative entgegenstellt. Gerade in den sogenannten Schicksalsfragen der Nation hat sich die deutsche Sozialdemokratie nie lumpen lassen und die Einheit im Ziel mit Differenzen über den Weg dahin "kritisch" unterstrichen.

Raketen im Namen des Volkes
DANKE KANZLER - ALLES KLAR!

Am 21. November war er da, der große Augenblick. In der gebotenen Würde trafen sich Regierung und Parlament, um dem Volk eine Garnitur von Friedenswaffen anzusagen. Dergleichen ist üblich in unserer Demokratie, wo Macht immer "Verantwortung" heißt, und Führung darauf besteht, eine "geistige" zu sein. Ihnen, Herr Kanzler, kam die Verkündung der Stationierung nach allem, was man so hört, wieder einmal wie die großartige Erfüllung einer Pflicht vor, der Sie sich mit vollster Überzeugung widmeten. Diese Überzeugung durften wir nicht nur hören - leider verlangen Sie auch noch, daß wir uns danach zu richten haben.

Korrespondenz
"KEIN STAAT KANN EINEN ATOMKRIEG WOLLEN"

diese Frage muß man in der Tat einmal an Sie richten, wenngleich all Ihre Wurfsendungen normalerweise ungelesen in den Papierkorb wandern. Auf all Ihre Ungereimtheiten und Naivitäten einzugehen, lohnt die Zeit nicht, aber eines muß ja doch den Geduldigsten unter unseren Zeitgenossen auf die Palme bringen: Sie haben die Stirn, sich hinzustellen und zu erklären, daß der Westen den Krieg will!!

"10000 Friedenstage" für Kohl
FREIHEITLICHE GEBETSMÜHLEN

Als Gegengewicht zu den Aktionen der Friedensbewegung haben die in Bonn regierenden Christen "10.000 Friedenstage" für den Herbst angekündigt.
Daß 9985 davon nicht stattgefunden haben - vom "Spiegel" genüßlich recherchiert -, macht gar nichts.

ZWEI BÜCHER, DIE AUS DEM RAHMEN FALLEN

Über den Frieden wird heute derart viel geredet, daß man meinen sollte, mancher käme darauf, wie sehr der Krieg droht, wenn alle Welt über den Frieden sinniert. Stattdessen wird aber die unerschütterliche Versicherung der Staatsmänner, sie hätten den Frieden fest in der Hand, weil sie ihn kräftig sichern, mit der Alternative beantwortet, man möge ihn doch mit weniger Waffen, mehr Entspannung und ganz viel Gespräch erhalten.

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