Libanon

Der Libanon
EINE ABRUFBARE WELTKRISE

Während Israel unter dem Titel "Eine Heimat für alle Juden!" den Nahen Osten militärisch durchsortiert hat und dafür vom Westen mit allen nötigen Mitteln ausgestattet wurde, war der Libanon lange Zeit ein friedliches westliches Bollwerk in der Region.

Libanon
DIE USA ÄNDERN IHRE KRIEGSTAKTIK

Ihre Marineinfanterie setzt sich von den militärisch teilweise erfolgreichen Gegnern des Präsidenten von US-Gnaden, Dschemeijil, ab; dafür erhalten die Schiffsartillerie und die Flugzeuge auf der vor Beirut stationierten Eingreif-Flotte Schießbefehl.
Mehr Gewalt und Zerstörung: Das ist die - nach der Logik einer demokratischen Schutzmacht unabweisbare - Antwort des US-Präsidenten auf den vorläufigen Fehlschlag des Unternehmens, einer aus Libanesen rekrutierten, von dem christlichen Falange-Häuptling Dschemeijil kommandierten Söldnerarmee das nationale Machtmonopol zu verschaffen ("das Machtvakuum zu füllen" - so hieß und heißt die diplomatisch-absurde Sprachregelung).

Nicaragua
NOCH KEINE INVASION - NUR KRIEG

Seit dem Sieg der Sandinisten über Somoza gibt es die Kriegsdrohung der USA gegen Nicaragua. Seitdem nach maßgeblicher westlicher Auffassung die Falschen in Managua das Sagen haben, wird diese Drohung wahrgemacht.

KRIEG IM LIBANON

Nein, es ist kein undurchschaubar-dschungelmäßig religiös-nationalistisch-irrationaler Bürgerkrieg, in den die US-Streitkräfte im Libanon sich tolpatschig einmischen.
Nein, der Libanonkrieg ist kein zu grob gewähltes Instrument, um Freundschaft zwischen Israel und Syrien zu stiften.

Libanon
KRIEGSHETZE DER BRD

1. "Bild"

"Schauplatz Libanon: Tote, zerfetztes Blech, rauchende Trümmer - es riecht nach Krieg. Und das nur, weil ein Land Unruhe stiftet: Syrien, ermuntert von Moskau."

Iran/Irak
EIN KRIEG, MIT DEM SICH LEBEN LÄSST

Zwischen Iran und Irak findet seit 3 Jahren ein Krieg statt, über den der Westen einmal nicht das Urteil gefällt hat, er müsse unbedingt hin und "Frieden stiften". Dem allein könnte man schon entnehmen, daß die Kalkulationen der Weltpolitik ganz andere sind, als sich von Ehrentiteln der eigenen Politik verpflichten zu lassen.

FRIEDEN IN FREIHEIT: KEIN TAG OHNE KRIEG

Anläßlich der Raketendebatte verkündete Kanzler Kohl im Deutschen Bundestag: "Freiheit ist für uns Bedingung des Friedens." Deshalb kommt der Freie Westen keinen Tag ohne Krieg aus. An den Grenzen Nicaraguas trainiert eine komplette Invasionsarmee aus US-Marines, honduranischen Truppen und somozistischen Söldnern die "Befreiung" des Landes als Strafexpedition gegen ein Volk, das seine, von den USA eingesetzten Führer verjagt hat. Im Libanon bombardiert die westliche Friedenstruppe Palästinenserlager, Drusendörfer und syrische Stellungen, um den Frieden in Freiheit des Faschistenhäuptlings Gemayel zu erzwingen. Und in Afghanistan werden islamische Stammeskrieger mit Waffen versorgt, damit sie für die NATO einen langandauernden "Volkskrieg" gegen die Sowjetunion führen können. "Frieden in Freiheit" mit diesem Programm werden die Vorhutgefechte des III. Weltkriegs geschlagen, und Frieden geben wird die Freiheit erst dann, wenn er siegreich beendet worden ist.

Afghanistan
DIE FACKEL DER FREIHEIT BRENNT

Daß da hinten am Hindukusch unsere Freiheit verteidigt wird, ist inzwischen zu einem Allgemeinplatz des Propagandakrieges gegen die Sowjetunion geworden. Daß der Imperialismus über die Mittel verfügt, seine ideologischen Deutungen als wirkliche Kriege zu praktizieren, macht sie so peinlich für die Betroffenen. Die Bevölkerung Afghanistans hat deshalb viel zu tun, nachdem ihre Wohngegend vom Westen als Kampffeld der Freiheit definiert wurde. Und sie packt es an.

USA IN NICARAGUA

Im Windschatten der"Befreiung Grenadas" ist eine andere, bereits angelaufene Befreiungsaktion aus den Schlagzeilen gerückt: der US-Krieg gegen Nicaragua.
Auf den hinteren Seiten der demokratischen Presse wird allerdings fleißig darüber spekuliert, wie die Freie Welt auch dieses Problem endlöst: Verstärkung der Contras, Krieg zwischen Honduras und Nicaragua oder US-Invasion nach Hilferuf der Anrainer, eventuell der innernicaraguanischen Opposition und mit "verbündeten Truppen".

REAGAN IN FERNOST

Kaum war Kanzler Kohl wieder abgedampft, da bekam der Ferne Osten schon wieder höchsten westlichen Besuch. US-Präsident Reagan sah bei seinen Verbündeten an der Ostfront gegen die Sowjetunion nach dem Rechten.

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