Kernenergie

Wackersdorf
DER ANFANG VOM ENDE DES DEUTSCHEN ATOMPROGRAMMS

Die Sprecherin der Anti-Wackersdorf-Initiativen erklärt: "Acht Jahre Widerstand haben endlich Wirkung gezeigt." (Süddeutsche Zeitung, 17.4.)

Das neue Lieblingskind der BRD
DER HOCHTEMPERATURREAKTOR

"Deutsche und Sowjets bauen Hochtemperaturreaktor", tönte es laut, als Helmut Kohl in Moskau war. Das Lob für diesen Kernreaktortyp überschlug sich, und nebenbei erfuhr man auch, daß für ihn in der Bundesrepublik ein "standortunabhängiges" Genehmigungsverfahren läuft.

Der Ertrag der Wackersdorf-Anhörungen
UNSERE ATOMAREN GIFTSCHLEUDERN SIND RECHTSSTAATLICH SAUBER

Etwa vier Wochen lang fand an einem etwas abgelegenen Ort kurz vor der tschechischen Grenze ein Termin statt, auf dem der bayerische Staat sich "Einwendungen" von WAA-Gegnern "anhörte", um sie zu "erörtern". Von staatlicher Seite her war von Anfang an klar, daß es sich hierbei um die Erfüllung einer selbstgesetzten rechtsstaatlichen Vetpflichtung und nicht um ein "Anti-Kernkraft-Tribunal" handelte.

NUKEM und die "Bewegung"
GIBT DER "ATOMSKANDAL" DEN AKW-GEGNERN RECHT?

Eindeutig ja, meinen sie selbst. Ihre Warnungen von gestern sehen sie durch Tatsachen von heute bestätigt: eine Entsorgung gibt‘s nicht, staatliche Kontrollen der Atomindustrie sind undurchführbar, und im nationalen Brennstoffkreislauf lauert der Übergang zur Atombombe.

DIE BRD - ATOMMACHT EIGENER ART

Wenn Atomwaffen die Kriegführung revolutionieren, weil ihre Wucht die Feuerkraft aller anderen Streitkräfte - die deswegen "konventionell" heißen - blamiert, dann braucht ein Staat wie die BRD auch welche. - Wenn die zivile Nutzung der Atombombe in AKWs zum schlagkräftigen Konkurrenzmittel kapitalistischer Nationen bei der Energieerzeugung wird, dann braucht ein Staat wie die BRD einen solchen Industriezweig schon gleich.

Die Schuldfrage

Gleich, wie‘s ausgeht, solange es demokratisch zugeht, sorgt die Inszenierung beim demokratischen Skandal dafür, daß kein einziger Grund benannt, nicht ein einziger der ehrenwerten Zwerke von Politik und Marktwirtschaft in Frage gestellt und garantiert kein nationales Anliegen ernsthaft behindert wird. Und das geht so:

Korrespondenz
DIE DREI VON DEGUSSA PACKEN'S AN

Die Degussa, die weltweit über 32000 und davon in Hanau 7400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, hat bis auf weiteres die Nukem GmbH, an der sie mit 35% beteiligt ist, in ihre unternehmerische Obhut genommen. Vorstandsmitglieder und hochqualifizierte Führungskräfte der Degussa setzen sich ab sofort in der Nukem dafür ein, daß dieses Unternehmen mit seinen 900 Mitarbeitern ordnungsgemäß weiterarbeiten kann.

Vom Atommüll zum Bombenrohstoff
ATOMMACHT BRD

In Brokdorf und Ohu, von Gorleben bis Wackersdorf, Kalkar und Alkem - in bundesdeutschen Atomfabriken kommen nur die allerfriedlichsten, allersichersten und unverfänglichsten Technologien zur Anwendung: Mit diesen Sprüchen wurde das Atomprogramm hierzulande propagiert und durchgesetzt und jede Kritik als "böswillige Unterstellung" und "absurde Verleumdung" von den einschlägigen Herren ebenso entrüstet wie entschieden zurückgewiesen. Und jetzt?

Der GaU feiert sein 1-jähriges
TSCHERNOBYL UND SEINE BEWÄLTIGUNG

Wie bei jedem anderen Großereignis werden auch beim einjährigen Jubiläum des "Super-GAU"s in der Ukraine serien-, seiten- und fernsehminutenweise die Bilder und Kommentare von damals zum hundertsten Male hervorgekramt. "1 Jahr danach" heißen durchweg die Serien.

Anklage der Staatanwaltschaft gegen die Nuklearfirma ALKEM
LEGAL, ILLEGAL - SCHEISSEGAL!

In Hanau befindet sich mit der Firmengruppe Alkem/Nukem/RBU das Zentrum der bundesdeutschen Atomwirtschalt. Die RBU produziert Brennstäbe für Leichtwasserreaktoren, Alkem stellt Brennelemente für den Schnellen Brüter her, wobei bombenträchtiges Plutonium abfällt, die Nukem ist in Sachen Ex- und Import von Nukleartechnologie tätig.

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