Israel

Israel
VOM PRIVILEGIERTEN FRONTSTAAT ZUM TEIL DER NEUEN WELTORDNUNG IM NAHEN OSTEN

Während Deutschland am Niedermachen des Irak militärisch nicht selber teilnehmen wollte, was im verbündeten Aysland auf Kritik stieß, durfte der Judenstaat Israel keinen aktiven Beitrag zum Gemetzel leisten - und wurde allenthalben dafür gelobt, daß sich seine Regierung raushielt und sich voll und ganz der US-Kriegsstrategie unterordnete.
Vor dem Golfkrieg: Rolle und Position in Ordnung

Wahlen in Israel
EIN KRIEGSPROGRAMM - DEMOKRATISCH GEWÄHLT

Seit einem Jahr gibt es die Intifada, den Aufstand der palästinensischen Bevölkerung im Gaza-Streifen und auf der seit 1967 von Israel besetzten Westbank. Mittel, ihren Gegner, den jüdischen Staat, zu beeindrucken, haben sie keine.

Das freie Deutschland und die Freiheit Israels
SZENEN EINER IMPERIALISTISCHEN BLUTSBRÜDERSCHAFT

Wenn die demokratischen Beobachter die "Unruhen" in Israels besetzten Gebieten als "Problem" behandeln, das ein befreundetes Staatswesen mit seiner "Sicherheit" hat, dann sind objektive Urteile über Ursachen, Gründe und politische Zwecke ebensowenig zu erwarten wie bei der Berichterstattung über andere "Störfälle" in der imperialistischen Weltfriedensordnung. Beim Judenstaat unterliegt darüber hinaus jede Stellungnahme von deutscher Seite einem moralischen Imperativ, demzufolge nur innerhalb der Kategorien Schuld, Verantwortung, Reue, Sühne und guter Vorsatz argumentiert werden darf.

EINE LEICHE ZUM GEBURTSTAG

In einer gemeinsamen Operation des israelischen Geheimdienstes Mossad mit Sondereinheiten von Armee und Marine wurde der PLO-Führer Abu Dschihad in seiner Wohnung in Tunis samt Leibwächtern und Chauffeur erschossen. Das ist inzwischen so gut wie amtlich, keine großen Dementis aus Israel, dafür Glückwünsche von kompetenter Seite und weiter so:

EIN MANN AM ZIEL SEINER WÜNSCHE

Anatoli Schtscharanski, jüdischer Bürgerrechtler, der in der Sowjetunion lange Jahre als Dissident verfolgt worden war, ist zu den israelischen Streitkräften eingezogen worden."Ich bin Israeli und will meine Pflichten wie jeder andere erfüllen", sagte der 40jährige zu einem Fernsehteam.

ERSCHIESSEN STATT VERPRÜGELN - DER MORAL DER TRUPPE ZULIEBE

Prügeln ist natürlich einerseits "besser als schießen". Die Opfer sind hinterher, wenn sie Glück haben, "nur" verkrüppelt, aber "immerhin" noch am Leben.

DER JUDEN TERROR

Seit zwei Monaten demonstrieren die Palästinenser im Westjordanland und im Gaza-Streifen nicht mehr als ihre hilflose Verzweiflung. Israel sorgt nach den Maßstäben und mit den Methoden einer Besatzungsmacht für Ordnung.

Der Kanzler in Israel
WAFFENHÄNDLER AN DER KLAGEMAUER

Kohl war als Repräsentant einer Nation auf Staatsbesuch, die militärisch über die zweitstärkste Armee der NATO verfügt, politisch nach den USA die zweite Potenz des Westens darstellt und wirtschaftlich als Exportnation mittlerweile auch im Waffengeschäft an vorderster Front steht.
An diesen aktuellen Leistungen der deutschen (Militär-) Macht ist dem Judenstaat sehr gelegen, und deshalb erinnert er stets an die "besondere historische Verantwortung der Deutschen".

Deutsche Linke und Israel
ERST KOMMT DER KRIEG, DANN DIE MORAL

Irgendwelche moralischen Skrupel bezüglich ihres blutigen Feldzuges durch den halben Libanon hat die israelische Regierung nicht gekannt. Mit der dreisten Überschrift "Frieden für Galiläa" hat sie sich den sittlichen Freibrief für jede Palästinenserschlächterei erteilt.

Nahostkrieg
DER ENDSIEG DES AUSERWÄHLTEN NATO-VOLKES

"Die zivilea Opfer der Operation - die von offiziellen libanesischen Stellen auf fast 10000 peschätzt werden - verglich er mit den Verlusten an Menschenleben bei den Bombenaagriffen auf Coventry und Dresden im Zweiten Weltkrieg, für die die verantwortlichen Regierungen von der öffentlichen Meinung im eigenen Land jeweils freigesprochen worden seien." (Menachem Begin vor seiner Abreise in dle USA, nach "Süddeutsche Zeituag" vom 16.6.)

Seiten

Israel abonnieren