Heißer Herbst 85

Der Streit um das Arbeitskampfrecht
EIN TRAGISCH-KOMISCHES STAATSSCHAUSPIEL

Bei der Gründung und in den Urzeiten der Republik haben weitsichtige heimische und Besatzungspolitiker sich gedacht, es sei das Beste, die Anliegen von Lohnarbeitern und ihre Vertretung gleich unter staatliche Obhut zu nehmen. Sie haben dem Staatswesen eine Gewerkschaft und ein Arbeitsrecht verpaßt, das Streiks nur nach Ablauf einer Friedenspflicht, nach einer Urabstimmung mit 75% Ja-Stimmen, unter strenger Berücksichtigung der ökonomischen Interessen der Gegenseite und nur mit dem Ziel einer baldigen Einigung erlaubt.

Der heiße Herbst des DGB
GUT GEMALT IST GANZ GEKÄMPFT

Beim Treffen mit dem Kanzler hat der DGB gleich angemeldet, daß er aber auch noch gegen ihn demonstrieren dürfen möchte. Denn eine gesellschaftspolitische Kraft wie der DGB muß auch wirken, und das Wirken muß man auch sehen können.

"Heißer Herbst" des DGB:
WENN DIE GEWERKSCHAFT PROTESTIERT...

...dann leistet sie bestenfalls eines: Sie bringt für die Nation ein Thema auf; mit einem eigenen Standpunkt bringt sie die öffentliche Debatte in Schwung.

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