Gewerkschaft

DGB-Bundeskongreß
PARLAMENT DER ARBEIT

Treffender könnte kein Ehrentitel für diesen Kongreß sein. Die deutsche Gewerkschaft, die den Tarif völlig autonom handhabt, ist deshalb nicht arbeitslos, sondern hat um so mehr Sorgen mit ihrer machtvollen staatstragenden Selbstdarstellung vor der nationalen Öffentlichkeit.

BIAFRA IN DEUTSCHLAND

Sie kaufen gerade ein? Besorgen Sie für jeden in Ihrer Familie ein Brötchen oder zwei Scheiben Toast weniger als sonst.

DGB '81: SOZIALPAKT FÜR DEUTSCHLAND

Wie gut, daß studierte Gewerkschaftsfreunde ein Gespür für den Zeitgeist haben, und selbst längst im Begriff sind ‚Deutschland‘ zu entdecken. Sie hätten sonst womöglich arge Schwierigkeiten, den DGB ‚81, die Tarif- und sonstige Politik seiner Gewerkschaften mit ihren Gewerkschaftsidealen in Einklang zu bringen.

Gewerkschaftstage
PARTEIPOLITIK AUF GEWERKSCHAFTLICH

Als jetzt einige Gewerkschaften ihre Tage verteten, konnte ihre arbeitsame Basis den Medien entnehmen, daß es neuerdings in ihren Organisationen "brodelt": Hiobsbotschaften über einen "Machtkampf" (Stern, 40/1980) in der IG Chemie, einen "radikalen Macht- und Richtungswechsel" (ebd.), in der Gewerkschaft HBV - vor dem Hintergrund "kommunistischer Unterwanderung"!

1. Mai 1980

Es gab viel zu feiern diesen 1. Mai - die Jubeldaten müssen dabei nicht immer rund sein.

BAG-Aussperrungsurteil
ARBEITSKÄMPFE MIT RECHT BILLIG

Das Urteil von Kassel ist endlich bekannt. An diesem stinknormalen Bundesarbeitsgerichtsurteil lobt die Presse, daß es "voll auf der Linie des höchstrichterlichen Weltbildes" liegt, womit sich das soziale und menschliche Weltbild der Gewerkschaften als das erwiesen hat, was es schon immer war: illusionär.

Gewerkschaften
AB NACH KASSEL

Die westdeutschen Gewerkschaften, die ihrer Interessenvertretung normalerweise nicht Materialismus nachsagen lassen, wie die Tarifrunde 1980 wieder schlagend beweist, haben dieselbe Tarifrunde genutzt, um intern wie öffentlich zu demonstrieren, daß sie sich in Gelddingen nicht alles gefallen lassen wollen. Während sie in bewährter Routine und im einvernehmlichen Gerangel mit ihren "Sozialpartnern" jenen konjunkturgerechten, aber inflationsbereinigten Lohnschwund aushandelten, der als freiwillige Lohnleitlinie schon von vornherein feststand, taten sie andererseits mit heftigem "Säbelrasseln" (SZ) ihre Entschlossenheit kund, bei der Serie alltäglicher Zumutungen der Unternehmerseite dort zu intervenieren, wo es nicht allein um die "sachzwangs"läufige Durchsetzung ihres praktischen Geschäfts gegen die Arbeiter geht, sondern zusätzlich um die reichlich unfriedliche Offensive gegen die (Finanz)Stärke der Gewerkschaftsorganisation.

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