Gesundheit

Zwei kritische Anfragen
LIEGT DIE KREBSFORSCHUNG RICHTIG?

Laut Eurer Ankündigung zum Krebsartikel in der MSZ, soll dieser zeigen, "daß alles, was die Medizin da rauskriegen muß, längst erforscht ist". Diese Ansicht kann ich nicht teilen.

Gesundheitswesen
DER NUTZEN DER PHARMA-INDUSTRIE

Die Pharmaindustrie kommt aus der schlechten Presse nicht heraus: Ob es die Preise sind, die "unser Gesundheitswesen in den Ruin treiben", oder Medikamente, die wegen zu vieler Toter wieder aus dem Handel gezogen werden, die "erschreckenden" Umsatzzahlen von Psychopharmaka, die an Kinder verabreicht werden, oder Rheumamittel, die angeblich bei falscher Indikation eingesetzt werden und/oder zumindest Darm und Leber schädigen, schuld an den "Skandalen" soll eines sein: das Geschäft, das mit der Krankheit gemacht wird.
Dabei handelt es sich da um

"GRENZWERTE"

Der kapitalistische Produktionsprozeß produziert außer Gewinn ganz nebenbei noch eine Unmenge von Substanzen, die in bestimmten Mengen schädliche Wirkungen auf die Lebensvorgänge von Menschen, Tieren, Pflanzen haben. Die schädlichen Eigenschaften der Stoffe herauszubekommen, auch die bestimmten Mengenverhältnisse, in denen sie ihre verschiedenen Wirkungen entfalten, ist Sache der Naturwissenschaften.

Ökonomie des Gesundheitswesens
DIE RATIONALITÄTENFALLE

"Über die Grenzen des Sozialstaats wird geredet. Taten sind freilich kaum gefolgt.

Gesundheitssicherstellungs-Gesetz
"DER TOTALE MEDIZINISCHE BEHANDLUNGSFALL"

Es gibt keine gängigere, aber auch keine dümmere Ideologie unter friedliebenden Menschen als diejenige, daß die gegenwärtige Politik des Westens die "Gefahr in sich berge", sie könne "uns alle" in "einen Krieg stürzen", den "keiner will". Dabei läßt sich an den Taten der Politiker ganz offen ablesen, daß der Einsatz der Waffen von ihnen als mögliche Notwendigkeit einer Politik, die sie wollen, miteinkalkuliert ist und daß sie alle Vorkehrungen treffen, auch die Etappe des Krieges auf ihre Aufgaben vorzubereiten.

1981 - Internationales Jahr des Behinderten
DAS BRINGT'S

Ein Behindertenjahr? Ob‘s das bringt?

Gesundheitstag in Westberlin
LAUTER REAKTIONÄRE GUTE MENSCHEN

Der Gesundheitstag war ein voller Erfolg. Nicht allein die Masse von 10.000 war es, die den parallel im Internationalen Kongreß Zentrum tagenden Ärztetag und dessen Gezeter über eine "radikale kleine Minderheit" beschämten, und nicht allein das Erscheinen zweier leibhaftiger Gesundheitsminister aus Ländern der ‚3.

Gesundheitswesen
ÖKONOMISIERUNG DER KRANKHEIT

Daß die medizinische Sorge um den pflichtversicherten Teil der Menschheit keineswegs in der unbedingten Bereitstellung von medizinischem Wissen und Können liegt, sondern im Gegenteil ganz wesentlich von der Kalkulation mitbestimmt ist, ob sich der Aufwand lohnt, ist sowohl für den Mediziner als auch für den Patienten eine Selbstverständlichkeit.
Wo sich kein Arzt der Einsicht versperrt, daß es einen "vernünftigen Umgang mit ärztlichen Mitteln und Leistungen" zu geben hat, sind auch die betroffenen Patienten nicht unempfindlich für die Berechtigung von Kosten-/Nutzenkalkulationen in bezug auf die Gesunderhaltung.

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