Europa

Die Aufteilung der Welt (II): Europa
DIE UNGLEICHEN BÜNDNISSYSTEME BEIDERSEITS DES "EISERNEN VORHANGS"

Die westeuropäischen Staaten tun viel für ihre Kriegsfähigkeit, denn die ist für sie nach wie vor gleichbedeutend mit souveräner Entscheidungsfreiheit, also die Grundvoraussetzung für die Zugehörigkeit zur "Familie" der Staaten, die etwas zu sagen haben. Dabei haben gerade die stärksten und wichtigen Nationen Westeuropas - in unterschiedlichem Maß: Frankreich am wenigsten, die BRD am meisten - ihre militärische Macht gewissermaßen getrennt von ihrer rein nationalen Entscheidungshoheit organisiert, als quasi selbständig operierendes Bündnis.

Der 1. Mai in Westeuropa
EIN NATIONALFEIERTAG

Im Unterschied zu den Maifeiern in Hauptstädten des real existierenden Sozialismus, wo nach Aussage unseres Kanzlers Partei- und Staatsspitze eine Parade schimmernder Wehr an sich vorbeidefilieren lassen - auch wenn sie es gar nicht mehr tun -, versammeln sich die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter in den Metropolen des freien Westens ohne Uniform. Mehr noch: den militärdienstleistenden Klassenbrüdern ist es in der Regel ausdrücklich von ihrem Dienstherrn verboten, uniformiert an Maikundgebungen teilzunehmen.

Der Stand der Ost-West-Beziehungen
EUROPA - EIN ZENTRUM DES FRIEDENS

Seit dem amerikanuchen Beschluß, in Afghanistan die "Unteilbarkeit der Entspannung" zu entdecken und die Sowjetunion den Zweck der Entspannung so spüren zu lassen, daß man ihr zunehmend praktisch die Bewegungsfreiheit bestreitet, hat der innereuropäische Staatenverkehr Hochkonjunktur. Die Diplomatie müht sich um den "Abbau von Spannungen" und startet "Friedensinitiativen", wobei insbesondere der BRD ein paar neue Rollen zugewachsen sind.

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