DDR / FNL

DIE EINFÜHRUNG DES PRIVATEIGENTUMS IN DER DDR

Im ersten Halbjahr 1990 wurde in der DDR eine Systemauseinandersetzung entschieden. Der reale Sozialismus wurde abgeschafft, der Kapitalismus eingeführt.

Die Kapitalisierung der DDR
VOM UNTERSCHIED ZWISCHEN STAATSWILLEN UND GESCHÄFTSKALKULATION

Eine Zeitlang haben west- und ostdeutsche Politiker so getan, als wären bundesdeutsche Kapitalisten nur so darauf brennen, ihr Kapital in die aufgelassene DDR-Wirtschaft zu stecken; als würden die außergewöhnlich günstigen Einkaufspreise für Boden, Gebäude, Arbeit etc. garantiert ein "zweites Wirtschaftswunder" bewirken; als bedürfte es staatlicherseits nur eines entschlossenen "Abbaus von Investitionshemmnissen", damit die tatendurstige "Unternehmerinitiative" voll zulangen könne, wohingegen finanzielle Zuwendungen des Staates sich sehr in Grenzen halten könnten.

Zu den Ursachen des Untergangs der SED
Mutmaßungen aus dem Politbüro

"Unser Sozialismus war administrativ, er war nicht demokratisch." (Horst Sindermann im "Spiegel" - Interview, 19/1990)

ENDLICH ERREICHT: WELTNIVEAU IN DER BONZENFRAGE!

- Weil der Mann kein Ossi ist. Also ganz bestimmt nichts mit der Stasi zu tun hatte, wie sonst alle: Dem kann man glauben!

II. "WIRTSCHAFTS- UND SOZIALUNION":
DIE VERWANDLUNG ALLER PRODUKTIONSBEDINGUNGEN IN GESCHÄFTSMITTEL DES KAPITALS

Die Gesellschaft der DDR wird nicht einfach "angegliedert" und so, wie sie geht und steht, in den Kreis der Bundesländer übernommen. Das, wofür "wir" sie brauchen können, leistet sie nämlich gar nicht.

Die Wahlen vom 18. März
ANSCHLUSS PER VOLKSENTSCHEID

Bei den ersten "wirklich freien" Wahlen auf dem Gebiet der DDR seit 58 Jahren (am 6. November 1932 wurde die NSDAP mit dem Motto "Deutschland erwache!"

I. "WÄHRUNGSUNION": ECHTES GELD STATT "SOZIALISTISCHEM PLAN"

So oder so ähnlich läuft sie also, die Übernahme der DDR, erster Teil, durch die BRD: die "Währungsunion", die gar keine ist. Denn hier wird nichts "uniert", es verhandeln nicht souveräne Staaten mit unveräußerlicher Geldhoheit über eine immer engere "währungspolitische Zusammenarbeit" mit Kursstützung, Bandbreiten, Währungskörbchen usw.

"WIEDERVEREINIGUNG" - POLITISCHE ÖKONOMIE EINER FRIEDLICHEN EROBERUNG

Jetzt ist es klar: Das Erobern ist überhaupt nicht ausgestorben aus dem Programm aufstrebender Nationen.
Jedes Schulkind weiß es: Eine ungeheure Ansammlung von Waffen zwingt den Staaten - zumindest denen, auf die es ankommt - einen gesitteten Verkehr auf.

Joint-Ventures in der DDR
DIE MISCHWIRTSCHAFT ALS LETZTES STADIUM DES REALEN SOZIALISMUS

Daß "Wiedervereinigung" sein muß, die "Teilung Deutschlands widernatürlich" ist, daran läßt mittlerweile kein BRD-Bürger mehr einen Zweifel. Da herrscht Einigkeit von den Reps bis zu den Grünen.

Korrespondenz
"WAS DENN DIE DDR VON DER BRD LERNEN KÖNNTE"

MSZ-Leser W.A. aus Bad Kreuznach schickte uns eine Kopie seines Schreibens an den Vorsitzenden der SED-PDS zur "Kenntnis und evtl. Verwendung", was wir hiermit gerne tun.

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