DDR / FNL

Zu den Ursachen des Untergangs der SED
Mutmaßungen aus dem Politbüro

"Unser Sozialismus war administrativ, er war nicht demokratisch." (Horst Sindermann im "Spiegel" - Interview, 19/1990)

Die Kapitalisierung der DDR
VOM UNTERSCHIED ZWISCHEN STAATSWILLEN UND GESCHÄFTSKALKULATION

Eine Zeitlang haben west- und ostdeutsche Politiker so getan, als wären bundesdeutsche Kapitalisten nur so darauf brennen, ihr Kapital in die aufgelassene DDR-Wirtschaft zu stecken; als würden die außergewöhnlich günstigen Einkaufspreise für Boden, Gebäude, Arbeit etc. garantiert ein "zweites Wirtschaftswunder" bewirken; als bedürfte es staatlicherseits nur eines entschlossenen "Abbaus von Investitionshemmnissen", damit die tatendurstige "Unternehmerinitiative" voll zulangen könne, wohingegen finanzielle Zuwendungen des Staates sich sehr in Grenzen halten könnten.

DIE EINFÜHRUNG DES PRIVATEIGENTUMS IN DER DDR

Im ersten Halbjahr 1990 wurde in der DDR eine Systemauseinandersetzung entschieden. Der reale Sozialismus wurde abgeschafft, der Kapitalismus eingeführt.

ENDLICH ERREICHT: WELTNIVEAU IN DER BONZENFRAGE!

- Weil der Mann kein Ossi ist. Also ganz bestimmt nichts mit der Stasi zu tun hatte, wie sonst alle: Dem kann man glauben!

POST AUS DER DDR

Im Herbst ‚89, als die deutsche Nation den Einstieg in ihr neues imperialistisches Zeitalter feierte und Hundertausende Trabis samt Insassen mitfeiern durften, haben wir bundesweit 5 Flugblätter "Gegen den deutschen Wahn" verteilt. Viele dieser Flugblätter haben den Weg in die DDR gefunden und dort ein stärkeres Leserbriefecho ausgelöst - anders als im westdeutschen Heimatland des Meinungspluralismus, wo abweichende Argumente mit konsequenter Nicht-Befassung geahndet werden.

VORBILDLICH!

"Ein deutsch-deutscher Deal... kommt gerade richtig in Gang: das Ende 1984 vereinbarte und zunächst bis 1993 laufende Motorenprojekt von Volkswagen (West) in Karl-Marx-Stadt (Ost) im Wert von 500 bis 600 Millionen D-Mark. Unter Lizenz sowie mit Maschinen und Fertigungs-Know-how der Wolfsburger werden in der DDR seit gut einem Jahr 1,3- und neuerdings auch 1,05-Liter-Maschinen für Wartburgs beziehungsweise Trabis gebaut.

Karl-Eduard Schnitzler im West-Fernsehen
DIE TALK-SHOW ALS MORALISCHE LYNCH-ANSTALT

Demokratischer Pluralismus; freie Presse, freier Rundfunk und freies Fernsehen; politische Streitkultur westlicher Prägung, sachlich, ideologiefrei und undogmatisch, weder rassistisch noch nationalistisch; Entertainment auf allen Kanälen, aber mit Niveau; keine Bevormundung. Das alles hat den Zonis immer gefehlt.

Korrespondenz
"WAS DENN DIE DDR VON DER BRD LERNEN KÖNNTE"

MSZ-Leser W.A. aus Bad Kreuznach schickte uns eine Kopie seines Schreibens an den Vorsitzenden der SED-PDS zur "Kenntnis und evtl. Verwendung", was wir hiermit gerne tun.

Joint-Ventures in der DDR
DIE MISCHWIRTSCHAFT ALS LETZTES STADIUM DES REALEN SOZIALISMUS

Daß "Wiedervereinigung" sein muß, die "Teilung Deutschlands widernatürlich" ist, daran läßt mittlerweile kein BRD-Bürger mehr einen Zweifel. Da herrscht Einigkeit von den Reps bis zu den Grünen.

Westdeutsche Wahlhilfe für den DDR-Wahlkampf -
von wegen Waschmittelwerbung

Jetzt haben sie, was sie immer verlangt haben, und es reicht ihnen nicht: In der DDR finden freie Wahlen statt, aber ihre Freiheit ist für bundesdeutsche Politiker immer noch ein zu großes Risiko. Für den Geschmack von Kohl und Vogel ist nämlich trotz günstiger Aussichten noch keineswegs eindeutig genug garantiert, daß am 6.

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