"TEIGWARENHERSTELLER FÜHLEN SICH BEDROHT."

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Dieser Artikel ist in der MSZ 3-1980 erschienen.
Systematik: 

"TEIGWARENHERSTELLER FÜHLEN SICH BEDROHT."

Wieder eine Ungerechtigkeit im Wirtschaftsleben haben die Nudelfabrikanten entdeckt: Die italienischen Spaghetti-Plantagen können ihren Hartweizenbedarf zu 690 DM/t befriedigen, während, die Deutschen 761 DM/t bezahlen müssen. Die zweite Ungerechtigkeit besteht darin, daß die Itaker 24 kg Nudeln pro Kopf und Jahr fressen, die Michels aber nur 4 kg - und dennoch sind die italienischen Kapazitäten nicht einmal ausgelastet. Die Ungerechtigkeit ist schließlich nicht mehr auszuhalten, wenn die deutschen Fabrikanten in ihre Nudeln 95% Ei tun, während die Italiener nur 5% verwenden. Was machen die deutschen Hausfrauen? Sie kaufen ausgerechnet italienische Nudeln ("Der Verbrauch an deutschen Teigwaren stagniert seit Jahr und Tag.") und unterstützen so die italienischen Nudler, was diese wiederum schamlos ausnützen und den Weizen zu 690 DM/t kaufen.