Liebe MSZ-Leser an der FU Berlin!

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Dieser Artikel ist in der MSZ 6-1981 erschienen.
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Liebe MSZ-Leser an der FU Berlin!

In der ersten Dezemberwoche sind die Wahlen zum Studentenparlament an der FU. Was wir von der Studentendemokratie halten, wißt ihr eh: Mindestens ebensowenig wie von der ganz großen Volksherrschaft in Bonn, allerdings mit dem der Harmlosigkeit nicht entbehrenden Moment, daß es dabei nicht um die Macht geht, sondern um Posten pur. Nichtmal auf die sind wir scharf, allerdings bringt es für unsere Westberliner Mannschaft etwas, wenn sie wieder im Studentenparlament vertreten ist. Kostenlose Räume für Teach-ins und die eine oder andere Hilfestellung bei der Überwindung universitätsbürokratischer Hürden. Wer das Gedankengut der MG - mündlich oder schriftlich vorgetragen - schätzt, wird unsere Auffassung teilen, daß das immerhin schon weit mehr ist als Interessenvertreter zu bieten haben. Die MARXISTISCHE GRUPPE in Westberlin unterstützt deshalb die Liste 11 mit dem zugegebenermaßen etwas bescheuerten Namen "FÖRDERUNG DER WISSENSCHAFTLICHEN DISKUSSION". Die Kandidaten dieser Liste sind uns persönlich bekannt und genießen unser volles Vertrauen. Ausgehend von einer Hochrechnung auf Grundlage der letzten Wahlen, gäbe es bei diesen Wahlen einen kleinen Erdrutsch, wenn alle regelmäßigen MSZ-Leser an der FU Liste 11 wählen würden. So weit muß es gar nicht kommen, aber ein paar Stimmen mehr als beim letzten Mal wären schon ein gutes Werk, damit sich die Brit nicht immer so einsam fühlt, wenn sie ihrer parlamentarischen Pflicht nachkommt.

Mit erwartungsvollen Grüßen

Eure MSZ-Redaktion

Nach Redaktionsschluß

trafen uns auf nüchternen Magen folgende grauenvolle Nachrichten: - Gunnar Möller ("Nicht reden Andi, tun!") wurde auf freien Fuß gesetzt.

  • Uschi Glas ("Zur Sache, Schätzchen") heiratet jetzt doch endlich auch.
  • Josef Kardinal Ratzinger verändert sich nach Rom mit empfindlichen Gehaltseinbußen. Vielleicht wird der dogmatische Sepp noch Papst.
  • Lech Walesa (Solidaritätspole) hat seiner Danuta ein siebtes Blag verpaßt. Obwohl jetzt bereits "vier Jungen und zwei Mädchen in der Danziger Vierzimmerwohnung tollen" (Bild vom 28.11.), fühlt sich Danuta "pudelwohl und würde gern 14 Kinder haben."