HUNDERT TAGE REAGAN

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Dieser Artikel ist in der MSZ 3-1981 erschienen.
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USA:
HUNDERT TAGE REAGAN

Die ersten hundred-days eines Regierungschefs gelten in den angelsächsischen Demokratien traditionsgemäß als "Schonfrist", in der die öffentlichen Beobachter erstmal abwarten, ob der Neue den Elan seiner Wahlkampagne ins Office hinüberretten kann. Ronald Reagan hat in den ersten drei Monaten seiner Amtsperiode neben Statements seiner Minister, die der Welt signalisierten, daß die neue Administration in Sachen Weltpolitik exakt das einzulösen gedenkt, womit sie die Wahlen gewonnen hat; neben seiner Adresse an den Kongreß, in der er sein "Programm zur wirtschaftlichen Gesundung" ankündigte, drei Ereignisse vorzuweisen, bei denen er als chief executive seine Entscheidungsfähigkeit voll unter Beweis stellen konnte: Er gab den Befehl zum Abschuß der Raumfähre "Columbia", wurde von einem jungen Mitbürger namens John W. Hinckley jr. angeschossen, genas und hob das Weizenembargo seines Vorgängers gegen die Sowjetunion auf.

Ein Schuß zur Weltraummacht Nr. 1

Mit dem space-shuttle hat Reagan den Startschuß für ein technisches Produkt amerikanischer Produktion freigegeben, das mit der offiziellen Beschreibung, wie sie im Auftrag an die NASA enthalten ist, nur unzureichend gewürdigt ist. "Columbia" ist natürlich nicht nur ein erstes "Raumschiff", das im Unterschied zu bisherigen Raketen nach getaner Arbeit heil wieder auf der Erde landen und zu neuen Flügen eingesetzt werden kann. Beschreibt dies wenigstens noch die raumfahrttechnische Qualität des famosen Objekts, so ist die nachgelieferte "ökonomische" Begründung, dies wäre ein Schritt in Richtung Sparsamkeit im Weltraum, nicht nur deshalb lächerlich, weil die mittlerweile exakt eruierten Kosten für die Wiederaufbereitung des shuttles zum nächsten Einsatz denen für konventionelle Geschosse kaum nachstehen, sondern blamiert sich auch am bisherigen Raumprogramm der USA, das sich für ein paar Gesteinsbrocken vom Mond den Aufwand der Entsendung lebendiger Prospektoren leistete und damit das sowjetische Mondauto in den Rang des kaum noch beachteten zweiten Siegers verwies. Waren die ApolloMissionen noch von der Aura wissenschaltlicher Pioniertaten und menschlichen Wagemuts umgeben, so sprechen die Kommentare zum Columbia-Projekt offen aus, daß sich die Fahrt zum Mond langfristig gelohnt hat und daß das shuttle uns weniger der Realisierung von Science-Fiction-Spekulationen näherbringt, dafür aber ganz handfesten Zwecken, die von irdischer Realpolitik gänzlich ohne fiction, aber mit Anwendung von perfekter science verfolgt werden:

"Mit der Fätire beginnt die industrielle Nutzung des Weltraums, zugleich wird der Krieg im All nun denkbar: Geeignete Waffen, etwa Laser-Kanonen und Killer-Satelliten, werden in Ost und West entwickelt." (Spiegel, Nr. 14/1981)

Die Zeiten, wo die immer schon bestimmenden militärischen Ziele der "Raumfahrt" noch ergänzt wurden um die schlichte Demonstration nationaler Überlegenheit und Stärke, wie sie der Ami-Mann mit der Fahne auf dem Mond verkörperte, sind also vorbei. Raumfahrt ist einerseits zur Routine geworden, andererseits hat die reichste Nation der Welt entschieden, daß Forschungsprogramme, deren Nutzen noch weitgehend unkalkulierbar ist,. wie z.B. das Programm zur Sonnenbeobachtung mittels um die Pole der Sonne kreisender Satelliten, zugunsten eindeutigerer Vorhaben gestrichen werden. Längst ist der erdnahe Raum mit Satelliten vollgepflastert, die alle möglichen militärischen und nachrichtendienstlichen Aufgaben zu übernehmen haben; der dezente Hinweis, die NASA habe Fotografien der Columbia mittels einer auf Satellit montierten Kamera nicht freigeben wollen, weil aus ihnen auf die Schärfe der Aufnahmen hätte geschlossen werden können, ist nur der kokette Fingerzeig ans Publikum, daß die USA in puncto Feindaufklärung bereits über alle Mittel verfügt, die man sich nur denken kann.

Weil die Aufrüstung also als eine, durchaus anerkannte, Nutzungsart des Raumtransporters figuriert, also auf der Grundlage der absichtsvoll in die Welt gesetzten Trennung zwischen dem "technischen Wunderwerk" und den "denkbaren" militärischen Nutzanwendungen, lassen sich gerade auf dem Gebiet allerlei "Fortentwicklungen" und "Verbesserungen" ersinnen und vor der staunenden Menschheit ausbreiten; ohne daß dieser angesichts der Phantasien einer "Schlacht im All" angst und bange wird oder der naheliegende Gedanke kommt, daß es einem Normalbürger ziemlich egal sein kann, wie er im Falle eines Kriegs auf der Erde nicht überlebt.

Im Gegenteil. Die Perspektive eines "Kriegs der Sterne" führt dem gewöhnlichen Sterblichen ein Bild des nächsten Krieges vor, das von allen Zwecken und dafür bereitgestellten Mitteln staatlicher Aufrüstung und Kriegsvorbereitung abstrahiert und stattdessen die Fiktion eines "technischen Duells" ausbreitet, in der nicht die Erpressung des feindlichen Staates, der kalkulierte Einsatz des Lebens der eigenen und fremden Staatsbürger zur Brechung des feindlichen Staatswillens den Ablauf der kriegerischen Auseinandersetzungen bestimmt, sondern die Allmacht der technischen Mittel, vor denen der kleine Mann entweder ohnehin ohnmächtig dasteht oder von denen er sich gar nicht betroffen zu fühlen braucht. Ganz unbeschwert von der Tatsache einer gleichzeitig stattfindenden Debatte über die "friedenssichernde Aufgabe der Bundeswehr" und des "friedensgefährdenden" Umstands fehlenden Treibstoffs für Panzer und Starfighter darf er sich den "modemen Krieg" als eine Art Geisterkampf vorstellen, wo Satelliten "ausgeknipst", Raumraketen vernichtet, Killersatelliten unschädlich gemacht werden usw. usf.

Und wenn er sich schon der Ideologie anschließt, daß es die "technischen Möglichkeiten" seien, die Verlauf und Ziel des nächsten Krieges bestimmen, dann wird ihm sicherlich auch nicht vor einer Wissenschaft angst, die in diesem staatlichen Auftrag neue interessante und lukrative Bewährungsproben für ihr Können wittert:

"Eines der großen Probleme ist, daß sich auch bei militärischen Planungen die Gesetze der Physik nicht außer Kraft setzen lassen.",

so der Stoßseufzer nicht etwa eines verhinderten Perry Rhodan, sondern eines angesehenen britischen Naturwissenschaftsblatts angesichts der Tatsache, daß ein bisher noch als Wunschvorstellung von Militärs existierender Plan für Laser-Raumstationen, die in Sekundenbruchteilen jeden gewünschten Ort auf der Erde und im Weltraum vernichten konnen, sich noch nicht realisieren läßt. Wie selbstverständlich wird damit der Wille bekundet, alles Erdenkliche zu tun, die Gesetze der Physik für die militärische Planung nutzbar zu machen. Der Dank der Nation ist diesen Kämpfern an der Wissenschaftsfront gewiß.

"Boys, you've done a wonderful job!",

kabelte Ronald - Reagan in die kalifornische Wüste, trotz seiner Skepsis gegenüber gewissen Ergebnissen der Naturerforschung wie der Darwinschen Abstammungslehre.

Schüsse gegen den 1. Mann der Weltmacht

Solches Lob kann dem jungen Mann, der auf den Präsidenten schoß, weder vom naturwissenschaftlichen Standpunkt der Ballistik noch aus politischen Erwägungen zuteil werden - von der Moral ganz zu schweigen. Die ganze öffentliche Aufregung um den Steckschuß in der Lunge Ronald Reagans verdankt sich dem Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika und dem Interesse an der Person, das es bekleidet, sowie der interessierten Absehung von den Zwecken politischer Herrschaft und den Grundlagen, auf denen sie beruht. Zwar blieb durch die Schüsse auf den Präsidenten kein Fließband in irgendeiner Fabrik stehen, auch kam der Verzehr von Hamburgern nicht ins Stocken, die Autos auf den Highways rollten weiter, die fälligen politischen Entscheidungen wurden getroffen und die Atombomber waren, wie immer, startbereit; dennoch gab es eine "Regierungskrise", die darin bestand, daß man sich öffentlich im Unklaren darüber zeigte, wo denn nun die Macht geblieben war. Ist ein Präsident in Narkose noch als Präsident "an der Macht"? Das nicht, aber peinlicherweise war er auch nicht tot, und das Ganze keine Frage der Nachfolge. Das Kabinett und die Berater begaben sich in den "situation room", da, wo das rote Telefon steht und jene Druckknöpfe sich befinden, bei deren Betätigung die Raketen an ihre Ziele geschickt werden. Der Computer, der jede Bewegung des Präsidenten aufzeichnet, zeigte an: "im Operationssaal". Der Vizepräsident war unterwegs über Texas. Ein Machtvakuum breitete sich aus - nicht, weil etwas zu tun gewesen wäre, einfach so. Angesichts eines Präsidenten in Narkose geriet plötzlich ein Problem in den Brennpunkt internationaler Anteilnahme, ob der Vizepräsident das Amt übemommen habe, nur "in charge" sei oder nach wie vor nur Präsident des Senats. Diskutiert und dementiert würde die heiße Frage, ob der Außenminister oder, der Pentagonchef ranghöher sei, und der alte Haudegen Haig witterte die Gunst der Stunde, um zu demonstrieren, daß er es sei, der im Moment der "Krise" alles "under control" habe. Als ob es eine Person sei, von der das Funktionieren der Weltmacht abhinge - eine Ideologie, die man, wenn sie im Osten vorkommt, als "Personenkult" verdammt -, erreichte die Identifikation von Produktion und Zirkulation in den USA mit Herzschlag und Blutkreislauf Reagans ihren Höhepunkt, als Vizepräsident Bush in den folgenden Tagen von der Presse Lob für seine coole Demonstration des "business as usual" erntete - als ob die Übersiedlung des Präsidenten vom Weißen Haus ins Hospital irgendjemandes Business tangiert hätte. Einzige Ausnahme: die Börse, die Stätte der Spelkulation, wo sich Erwartungen und Befürchtungen in Kursschwankungen niederschlagen: sie wurde geschlossen, bis sich die Erwartungen auf eine baldige Genesung Reagans stabilisiert hatten.

Der Präsident selbst nutzte die Gelegenheit zur Demonstration der Tugenden, die von den Amerikanern in reichem Maße verlangt werden, um seine Politik nicht nur als Fortschritt der Nation zu begrüßen, sondern auch individuell auszuhalten. Mit noch zittriger Unterschrift, aber in der Sache ganz der Alte, strich er bettlägrig zwar, aber formell korrekt die Milchsubvention für Gettobewohner und Arbeitslose - und die Nation dachte keinen Augenblick an den Milchpreis, sondern an die Freude Nancys, die gerührt lächelnd neben ihrem Ronnie saß. Der Präsident auf dem Wege der Besserung, da konnte man sich beruhigt denen zuwenden, die die Statistenrollen im Drama ausfüllten. Zunächst der Leibwächter, der - wie "Times" lobend hervorhebt - für Geld so blöd war,

"alle dem Menschen innewohnenden Instinkte zu besiegen und genau das zu tun",

nämlich sich zwischen Reagan und die Kugeln des Attentäters zu werfen.

G-man McCarthy ist der Held der Nation und genau das Vorbild, das Reagan ihr verordnet:

"Eine Nation, die solche Männer hervorbnngt, kann nicht krank sein."

Ein Warnschuß für die Weltmacht Nr. 2

Die Weizenwaffe, im Februar 1980 als amerikanische Antwort auf das militärische Engagement der Roten Armee in Afghanistan eingesetzt, hat damals innenpolitisch keine Rolle gespielt, auch wenn die Farmer des Midwest, denen ein mögliches Geschäft entging und die einen binnenamerikanischen Preisdruck befürchtete, darüber maulten, daß die immer zu begrüßenden Schläge gegen die Roten ausgerechnet von ihnen finanziert werden sollten.

Die Aufhebung des Embargos durch Ronald Reagan im Mai 1981, hat keine Funktion in der Außenpolitik der USA, die etwa den Russen avisieren möchte, man sei wieder konzilianter im Umgang mit ihnen geworden. Auf diese Idee ist auch niemand gekommen. Vielmehr ist sie die innenpolitisch relevante Einlösung eines Wahlversprechens Reagans, deren timing genau plaziert wurde:

Bevor der Präsident sein Wirtschaftsprogramm dem Kongreß zuleitet, sichert er sich die Stimmen aus den Staaten des Weizengürtels, und die positiven Reaktionen der Farmer und ihrer Lobby im Haus und im Senat zeigen an, daß diese Rechnung aufgeht.

Angesichts der Lässigkeit, mit der die USA ihren überschüssigen Weizen einmal zu Weltmarktpreisen in die SU verschiffen, das andere Mal ihn einlagern, entbehren die Verlautbarungen der "Prawda", das Embargo habe die US-Landwirtschaft vor "große Schwierigkeiten" gestellt und die Aufhebung der Liefersperre sei ein Zeichen von Schwäche, einer gewissen Lächerlichkeit nicht.

Dabei kann man den "glücklichen Umstand" getrost vernachlässigen, daß die katastrophale Dürre des Sommers 1980 in den USA für eine unterdurchschnittlich niedrige Ernte sorgt, so daß die Reduzierung der Lieferungen in die Sowjetunion auf die vertraglich vereinbarte Garantiemenge von 6 Mio. Tonnen die erwarteten Preiseinbrüche in den USA selbst verhindert, ohne daß der Staat mehr Weizen als sonst für seine "strategische Reserve" einlagern mußte. Auch bei einer normalen Getreideproduktion bedeuten die 4 - 10 Mio. Tonnen Zusatzgeschäft mit der SU verglichen mit den 40 Mio. Tonnen Gesamtweizenexport aus US-Beständen kein klaffendes Loch in der Handelsbilanz. Bemerkenswert auch noch die Tatsache, daß die Amis 1980 trotz Embargo ihre Agrarexporte um 20% gegenüber dem Vorjahr steigern konnten.

Wesentlich anders die Trefferquote der Weizenwaffe im Zielgebiet. Die Beschränkung der Lieferung auf die Mindestquote und die exklusive Erfüllung dieser Verpflichtung durch die Lieferung von Futtergetreide hat die sowjetischen Pläne zur Ausweitung der Fleischproduktion bis auf weiteres auf Eis gelegt, so daß das zuständige Ministerium parallel zu den Siegesmeldungen über Reagans Beschluß einräumte, daß die Nachfrage der Bevölkerung nach Fleisch und einigen anderen Produkten aus der Viehzucht "noch nicht voll befriedigt" werden könne.

Der Bestand an Rindern und Mastschweinen ist zurückgegangen und durch Steigerung der Geflügelproduktion nur scheinbar kompensiert worden, wie dies sowjetische Statistiken suggerieren wollen, die seit neuestem das Federvieh unter die Fleischproduktion rechnen und der Bevölkerung ein paar Änderungen der "Eßgewohnheiten" abverlangen. (Vgl. hierzu auch MSZ Nr. 2/1980: "Warum die Weizenwaffe trifft" und die sich darauf beziehende Korrespondenz in MSZ Nr. 3/1980)

Das einzige Problem, das die Weizenaffäre den USA bescherte, war eine muntere Querele innerhalb der Reagan-Administration, die bezeichnenderweise zwischen Landwirtschaftsminister John Block einerseits und den Ministern Haig und Weinberger andererseits eben im Anlaufen war, als sie Reagan bereits entschied. Dabei gab er beiden Seiten recht: Den Farmern wurde die Rechtmäßigkeit ihres Standpunkts, gegen die Konkurrenz aus Argentinien, Kanada, Australien und Frankreich nicht durch Exportrestriktionen benachteiligt zu werden, bestätigt; um die "harte Linie" der "Architekten unserer Außenpolitik" gerade mit der Lüftung des Embargos zu festigen, erklärte die Regierung mehrmals nachdrücklich, woran sowieso niemand zweifelte, hier solle keinesfalls "der Sowjetunion ein Signal gegeben" werden. Zugleich war dies willkommener Anlaß, den Verbündeten herbe Schelte dafür zuteil werden zu lassen, daß sie sich nicht freiwillig einer Maßnahme gegen den Hauptfeind angeschlossen hatten, die die USA für nicht so entscheidend hielten, daß sie sie zur Nachahmung befahlen.

Minister John Block will jetzt "Moskau das Getreide geradezu aufdrängen" (FAZ) und strebt eine Erhöhung der Mindestabnahme auf 10 Mio. Tonnen an.

Man erwartet 1981 eine Rekordernte und will sicherstellen, daß sie für die US-Farmer uneingeschränkt ein Geschäft wird.

"Signale", wozu das Weizenembargo gut gedient hat, sind mittlerweile nicht mehr nötig: Die Klarheit über den Stand der Beziebungen läßt nichts zu wünschen übrig, die Schädigung der SV garantieren andere Methoden und als flankierende Maßnahme läßt sich ein Embargo ja ohne weiteres von neuem verhängen, wenn es gewünscht wird.

Kann so eine Nation krank sein?

"MICHAEL REAGAN, 35jähriger Sohn des amerikanischen Präsidenten, versucht mit des Vaters Politik Geschäfte zu machen. Als Repräsentant einer kleinen Fabrik für Werkzeugmaschinenteile verschickte er eine Anzahl von Werbebriefen, in denen er auf seinen Vater Bezug nimmt. Eines der gleichlautenden Schreiben in teils fehlerhaftem Englisch wurde von der Oklahoma City Times auf der Titelseite veröffentlicht. Die acht bis zehn Briefe gingen im März an verschiedene Militärstützpunkte des Landes. Reagan junior schrieb: 'Ich weiß, daß unter der Führung meines Vaters im Weißen Haus die Streitkräfte unserer Länder (soll heißen: Landes) reorganisiert und verstärkt werden.' Er fuhr fort, die von ihm vertretene Firma wolle sich daran beteiligen und hoffe, Stammlieferant für kleine Anlagen und Maschinenteile zu werden." (Süddeutsche Zeitung vom 15. Mai 1981)