DIE LOHNFRAGE IST TOT - ES LEBE DIE GEWERKSCHAFT!

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Dieser Artikel ist in der MSZ 4-1985 erschienen.

Tarifrunde
DIE LOHNFRAGE IST TOT - ES LEBE DIE GEWERKSCHAFT!

Frühjahrszeit - Tarifrundenzeit. Das haben die großen Industriegewerkschaften der Nation auch dieses Jahr nicht vergessen. Auch wenn diesmal die Tarifrunde rum ist, noch bevor sie losgegangen ist.

Verzichtsrunde 2. Teil: Kampf um die Verteilung von Nichts plus Schaden

Über Geld redet man nicht. Man hat es - oder man verzichtet darauf. Letzteres haben Metall-Arbeitgeber und IG Metall im vorigen Sommer gleich auf zweieinhalb Jahre miteinander für die Arbeiter des Gewerbes ausgemacht. 2 Prozent: Die haben zu reichen für den "Ausgleich" der Inflation, der Heizkosten dieses Winters, der Abgabenerhöhungen aus Bonn. Schließlich haben die Metaller ja ein dreiviertel Jahr Zeit gehabt, sich darauf einzustellen. Gegen Ende des nächsten Jahres treffen sich die vornehmen Herrschaften aus Arbeitgeberverbands- und Gewerkschaftsleitung wieder, um die bis dahin gelaufenen Lohnsenkungen mit neuen eineinhalb bis dreisiebenachtel Prozent abzusegnen.

Statt Lohnpolitik ein Arbeitszeitdenkmal für die Arbeitslosen

Den Schein, sie würde um mehr Lohn feilschen, ist die IG Metall für dieses Jahr also gleich glücklich los. Klagen seitens der Mitglieder darüber sind bislang noch nicht laut geworden. Vielleicht haben die sich erst mal zu der Auffassung durchgerungen, daß sie auf diesen Schein auch leichten Herzens verzichten könnten. Und auf alle Fälle scheint man sich daran gewöhnt zu haben, daß der Lohn nur dann als Streitpunkt mit den Unternehmern überhaupt Thema sein darf, wenn die Gewerkschaft ihre Debatten darüber führt - und nur solange, bis sie das Thema wieder absetzt.

Gute Voraussetzungen also für eine Tarifrunde neuen Typs. Denn schließlich fällt der "gewerkschaftliche Kampf" dieses Jahr nicht einfach aus. Zum krönenden Abschluß ihres Tabubrecher-Streiks gegen die 40-Stunden-Woche im vorigen Sommer hat die IG Metall gleich das Tarif-Thema für 1985 festgelegt. Es heißt: Wohin mit den 0 Minuten, die damals von Schlichter Leber als "Arbeitszeitverkürzung" verordnet worden sind. Freitags am Stück? 18 Minuten täglich? Einen Feiertag alle 5 Wochen? Oder 2 Monate 40 Stunden wie bisher und dann mal am freitag nur halbtags? Oder die einen 40 Stunden und die andern jeden Tag 27 Minuten kürzer?

Oder überhaupt 6-x-6-Stundenschicht und zum Ausgleich ein paar Wochen im Jahr 6x8 und ein paar andere Hänger im Betrieb 40 Stunden wie gehabt: Oder...?

Vorteile für die Arbeiter: merklich weniger Arbeitszeit oder gar weniger Arbeit stehen hier nicht zur Debatte. Denn erstens verweisen Unternehmer wie Gewerkschaft ganz unbefangen darauf, daß die Leistung, also die Arbeit pro Stunde, seit Jahren dank technischem Fortschritt und proletarischer Geduld gewachsen ist und weiter wächst. Zweitens sind die vereinbarten drei Achtzigstel (3/80) der Wochenarbeitszeit einfach zu wenig, um als Entlastung fühlbar werden zu könne. Drittens bedeutet der glorreiche Tabubruch der IG Metall gar nicht, daß die wöchentliche Arbeitszeit überhaupt kürzer wird: Mit Überstunden kommt jeder Arbeiter immer auf genau die Stundenzahl, die die Firma von ihm will. Und viertens hat die Gewerkschaft sowieso nie den Standpunkt geltend gemacht, es werde zu lange gearbeitet für das bißchen Lohn, und dabei blieben Gesundheit und Lebensgenuß der Beschäftigten auf der Strecke.

Zu lange wird gearbeitet - so der gemeinnützige Standpunkt der IG Metall vom vorigen Jahr - im Verhältnis zu den ca. 3 Millionen Arbeitslosen. Mit der Wochenarbeitszeitverkürzung wollten die Experten von der Gewerkschaft gegen Regierung und Unternehmer ein Zeichen setzen: für eine bessere, gleichmäßigere Verteilung der "vorhandenen Arbeit". An dicke Effekte der Art, daß die Firmen ihre Lohnlisten schlagartig um einige Zehntausende oder wenigstens Hunderte verlängern würden, haben sie selher nie geglaubt. Ihre Rechnungen waren viel vornehmer: Wie vielen Arbeitnehmem braucht vielleicht nicht zusätzlich gekündigt werden, wenn jeder ein bißchen früher heimgeht? Und auch an diese Milchmädchenrechnung haben sie selbst nie im Emst geglaubt. Es ist ihnen wirklich um ein Denkmal für die Arbeitslosen gegangen: ein Zeichen, daß sie, die Jungs und Mädels von der IG Metall, die zahllosen gekündigten Kollegen jedenfalls nicht vergessen hätten, sondern Tag für Tag in ihr gewerkschaftssolidarisches Nachtgebet einschließen.

Die "Umsetzung der 38,5-Stunden-Woche": Unternehmerfreiheit betriebsnah durchgesetzt

Für dieses herzergreifende Symbol hat die Gewerkschaft nicht Unternehmer und Staat, sondern ihre Mitglieder zur Kasse gebeten - mit einem Lohnverzicht. Mit einem Streik, der nur die Arbeiter viel Geld gekostet hat. Und mit einem "Zugeständnis" an die Untemehmer, das diese am Ende gerne mit den 90 freien Wochenminuten "belohnt" haben: Die festen Arbeitszeiten werden aufgelöst - durch die Firma und in deren Interesse. Mag sein, daß viele Firmen mit der Freiheit, monatlich und nach Beschäftigtengruppen zwischen 37 und 40 Wochenstunden zu schwanken - ohne Überstunden ... -, (noch) gar nichts anzufangen wissen. Aber so ist das allemal bei Prinzipienfragen. Die Unternehmer haben jedenfalls gleich mit zwei gewerkschaftlichen Lügen prinzipiell aufgeräumt: Mit der Illusion, ein Arbeiter könnte sich - wenn schon Lohn und Leistung der Firma frei zur Verfügung stehe - auch nur wenigstens auf eine feste Dienstzeit verlassen; und mit dem Schein, durch Tarifverträge, würden halbwegs gleiche Arbeitsbedingungen in allen Firmen hergestellt. Die IG Metall hat sich darauf festgelegt, jedem Betrieb sein maßgeschneidertes Arbeitszeitverteilungs-"Modell" schneidern zu helfen. "Vielfalt" ist angesagt: Durchschnittliche Arbeitsbedingungen dürfen auch in dieser Hinsicht ganz tarifvertragsgemäß unterboten werde - was den Durchschnitt senkt, der dann wieder unterboten werden darf... Sicher: Von den Tarifverträgen, die die DGB-Vereine bisher abgeschlossen haben, hatten die vertretenen Lohnarbeiter keinen Nutzen. Den Nutzen von Verträgen, die eine einzige große Öffnungsklausel darstellen, hat erst recht nur die andere Seite.

Und ausgerechnet das soll den Millionen Arbeitslosen gerade noch gefehlt haben? Das behauptet nicht einmal mehr die IG Metall. Die hat inzwischen aber sowieso andere Sorgen. Sie muß ja, pünktlich bis zum 1. April, ihren Aprilscherz in Form zahlloser einzelner Betriebsvereinbarungen unter Dach und Fach bringen. Und dabei gibt es viel zu "kämpfen" - besonders gegen den naheliegenden Wunsch ihrer Mitglieder, aus den 90 Wochenminuten noch das relativ Beste zu machen, nämlich freie "Brückentage" zwischen Wochenenden und Feiertagen. Weiß der Teufel, warum: Das kann die IG Metall nicht leiden. Zwar hat sie selbst die Kunst erfunden, Wochenminuten in Freischichten und umgekehrt nicht bloß umzurechnen, sondern auch umzudeuten. Jetzt will sie aber darauf bestehen, daß eigentlich pro Woche 90 Minuten abgezogen gehören - sonst, meint sie offenbar, wäre ihr das schöne Symbol für eine besser verteilte "Beschäftigung" mißraten. Zwar werden erst recht für 18 Minuten täglich keine neuen Lohnarbeiter eingestellt; aber offenbar meint die Gewerkschaft, einem freien "Brückentag" wäre der fehlende "Arbeitsmarktentlastungseffekt" noch deutlicher anzusehen. Jedenfalls verfügt sie hier über "Kampf"ziel und Erfolgskriterium Nr. 1.

Unverwüstlich kämpferisch - selbst wo es nichts zu kämpfen gibt

Und noch ein Symbol hat die IG Metall zu verteidigen: Nach Möglichkeit soll für alle Beschäftigten dieselbe wöchentliche Minutenzahl herauskommen, "um eine Spaltung der Belegschaft zu verhindern". Wobei die Belegschaft da "gespalten" werden könnte - beim Heimweg?; beim gar nicht stattfindenden Kampf gegen das Kapital?; beim Lohn, wo sie längst in 12 bis 37 Lohngruppen aufgeteilt ist? -; warum und wofür das schlimm wäre; weshalb das "verhindert" werden "muß" - verhindert wird natürlich gar nichts! -: das wissen die Götter, denn die Gewerkschaft verrät es nicht. Mangels jeglichen substanziellen Erfolgs ist ihr wieder einmal nur eine Idee eingefallen, die alberne Haupttugend: Einheit - inmitten der gewerkschaftlich mitbeschlossenen Vielfalt von Lohn-, Leistungs- und demnächst Arbeitszeitgruppen.

Immerhin: Das gibt Stoff für ein Verhandlungstheater, das die Tarifrunden vergangener Jahre würdig fortsetzt. Denn die IG Metall hat es mit einem Arbeitgeberverband zu tun, der das vereinbarte Prinzip Flexibilisierung gleich schon in der Verteilung der Freiminuten ausdrücklich unterschrieben und anerkannt haben will. Manchen Firmen fäUt das richtig schwer, weil man mit der eingespielten Arbeitsteilung gerade zufrieden ist und das Einrichten von vielerlei individuellen Arbeitszeiten einen Organisationsaufwand erfordert, der dann doch zu wenig bringt.

Trotzdem finden die politischen Branchenführer es unverzichtbar, daß auch demonstrativ "verwirklicht" wird, worauf ein Metall-Unternehmer jetzt ein tarifvertragliches Recht hat. Dafür müssen sich zur Not ein paar Firmen hergeben, die von sich aus gar nicht scharf darauf waren, Jahres-, Wochen- und Tagesarbeitszeit nach Gruppen unterschiedlich neu zu verteilen.

Was bei dem damit fälligen Streit herauskommt, ist für die Betroffenen ganz unwichtig; und zwar in einem doppelten Sinn. Erstens hängt von den Ergebnissen wirklich nichts weiter ab; zweitens braucht sich einer, der sirh und seine Interessen so vertreten läßt, ohnehin über gar kein Tarifergebnis mehr zu wundern.

"Kampf", um nicht einfach nicht zu "kämpfen"

Wichtig ist der Streit um so mehr für die IG Metall, denn sein Ausgang zeigt und bestimmt den Grad von Anerkennung, die sie bei den Untemehmern noch genießt, bzw. den Grad der Niederlage, die sie einstecken muß.

Anerkennung und Niederlage finden statt in einer eigentümlichen Welt des gesellschaftlichen Ansehens, der politischen Respektserweise, der sozialen Diplomatie - ganz jenseits so banaler Dinge wie Lohnfragen, die die Gewerkschaft sich diesmal ja so elegant gleich gespart hat. Über Pressekonferenzen, Fernsehnachrichten, Leitartikel und dergleichen entscheidet sich, wieviel Gewicht der IG Metall als einer unentbehrlirhen nationalen Kraft demokratisch beigelegt wird. Und darum geht es den DGB-Vereinen seit ihrer Gründung und in jeder Tarifrunde.

Die IG Metall "kämpft" darum, traditionellerweise auf ihre unverwechselbare Weise. Mit ihrem kämpferischen Getue um die Realisierung der prinzipiell längst feststehenden Betriebsvereinbarungen will sie nichts als den Beweis führen, daß n ihr keiner vorbei kann, wenn es darum geht Nachteile für Arbeiter festzulegen und zu vollstrerken.

Industriegewerkschaft Chemie

Mauschelrunde, 27. Folge: Chancengleichheit für behinderte Opas und schwächliche Kapitalisten

Was die IG Metall (sich) leistet, das kann ihre DGB-Konkurrenz von der Chemie-Branche schon lange. Geld? Kein Streitpunkt unter Ehrenmännern. Lohnforderungen werden gar nicht erst gestellt, schon gar nicht öffentlich oder auch nur zum Schein in Abstimmung mit der "Basis". Daß Tarifrunde war, erfährt der Betroffene übers fertige Ergebnis. 3,6 Prozent haben die Herren über Lohn und Arbeit beschlossen. Sie inszenieren erst gar keine Debatte darüber, wieviel Chemiearbeiter sich in den letzten Jahren haben einschränken dürfen und wie glanzvoll sie heute dastehen.

Arbeitszeitverkürzungssymbol mit Herz für Krüppel

Was der IG Metall ihre 90 Wochenminuten, das sind der IG Chemie die letzten Lebens-, pardon: Arbeitsjahre ihrer "Basis": ein Symbol dafür, wie gut es die Gewerkschaft meint, wenn sie da an Arbeit und Lohn herumkürzt; vor allem mit den Arbeitslosen. Ob 58-jährige schwerbehinderte oder ältere Chemiearbeiter ohne solchen Ausweis es sich wirklich leisten können, bei halbierter Arbeitszeit auf jede sechste Mark ihres Lohns zu verzichten oder bei tariflichem Vorruhestand auf jede vierte, darf nach Jahren einer zunehmend "vernünftigen Lohnpolitik" bezweifelt werden. Der Gewerkschaftsvorsitzende Rappe wird jedenfalls schon wissen, was er meint, wenn er diese Vorruhestands- bzw. Alterskurzarbeits-Regelung mit dem Hinweis empfiehlt, sie werde "insbesondere beiden Schwerbehinderten zu einem positiven arbeitsmarktpolitischen Effekt führen". Man muß wahrscheinlich schon ein Krüppel sein, um die großherzigen "Angebote" dieses Vertragswerks attraktiv zu finden und mit so wenig Geld vom Arbeitsleben Abschied zu nehmen. Ob aber der Betrieb auf die geräumten Arbeitsplätze gleich ausgerechnet frische Behinderte setzt? Aber wer denkt denn schon an so was, wenn doch gerade ein ehrenwerter Gewerkschaftsführer erklärt, er wäre mit dem Arbeitsmarkt ungeheuer solidarisch und mit sich selbst ganz hemmungslos zufrieden!

Fast ein Krach beim Mauscheln

Beinahe hätte die IG Chemie um dieses schöne Ergebnis wahrhaftig noch streiten müssen - und das, wo dieser Verein seit Jahren sein demokratisches Ansehen aus seinem Geschick bezieht, in betontem Gegensatz zur IG Metall alle häßlichen Töne gegen den Tarifpartner und jeden Anschein von Streit zu vermeiden. Was war passiert? - Als vor einem Jahr die Kampagne der DGB-Mehrheit gegen die 40-Stunden-Woche lief, hatte die IG Chemie sich als innergewerkschaftliches Bollwerk der Gegenideologie der Untemehmer profiliert, den Aibeitslosen wäre mit einer Frühverrentung der Alten viel besser geholfen als mit weniger Wochenarbeitszeit für alle. Kaum traf man sich zur Tarifrunde '85, da hatten ausgerechnet die Chemie-Unternehmer die Schönheiten einer Flexibilisierung a la Metall entdeckt und überraschten ihre Genossen von der Arbeitsfront mit der Ablehnung ihres eigenen finfalls mit der "Lebensärbeitszeitverkürzung".

Klar, unter Ehrenmännern ist man sich dann schnell wieder einig geworden. Und zwar auch über den zukunftsweisenden Punkt, um den herum die IG Metall ihren ganzen diesjährigen Tarifrunden-Ersatzzauber aufführt:

Der Tarifvertrag neuen Typs: Verbindliche Öffnungsklauseln für Unternehmer

Auch in der Chemie-Industrie schließt die Gewerkschaft Tarifverträge ab, die deren wichtigstes Merkmal, die Gleichheit der vereinbärten Arbeits- und Entlohnungsbedingungen über alle Betriebe hinweg, gleich offiziell außer Kraft setzen. Vorruhestand und Alterskurzarbeit sind dafür die ersten Vorbilder: Jeder Betrieb darf sich's eintellen, ob und wieviel er von der einen oder von der anderen Art der "Arbeitszeitverkürzung" anbietet - auf keinen Fall haben mehr als 1 Prozent der Belegschaft einen Anspruch darauf, das immerhin steht fest.

Der Gewerkschaftsvorstand betont auch außerdem, daß dieser tarifvertragliche Freibrief für einzelbetriebliche Sonderregelungen auch wirklich so gemeint ist: In Zukunft wolle man, z.B. durch ausdrückliche Öffnungsklauseln in den Tarifverträgen, für "mehr Spielräume für Unternehmen und Betriebsräte" sorgen, weil die ökonomische Lage der Firmen ja auch höchst unterschiedlich sei. "Chancengleichheit" will dieser Verein für die Kapitalisten mit ihren vielfältigen herzergreifenden "regionalen" und "Strukturproblemen" herstellen - nicht für die Chemiearbeiter, Gott bewahre: Die haben sich nach unten anzupassen. Das ist ihre "Solidärität mit den Arbeitslosen", zu denen sie sonst nur noch eher gehören würden - also sowieso irgendwann einmal gehören.

DGB - Eine quicklebendige Bewegung

Begeisternd, diese Einigkeit n der Sache zwischen IG Chemie und IG Metall. Die Unterschiede in den Manieren der Selbstdarstellung gehen darüber nicht verloren. Nach wie vor betreiben Rappe, Mettke und ihre IG Chemie das als einvernehmliche Mauschelei mit ihren Kollegen vom Arbeitgeberverband, was Mayr, Steinkühler und ihre Metall-Genossen als Streit abwickeln. Dann können sie sich wunderschön angiften - als "Untemehmerkreaturen" bzw. "verstaubte Klassenkämpfer" -, die Beschimpfung dementieren wie die Diplomaten, Gipfeltreffen unter der Obhut ihres allergemeinsamsten Breit ankündigen und durchführen, auf der anschließenden Pressekonferenz Einigkeit heucheln und diese anschließend wieder gegensätzlich interpretieren; alles, wie sie es aus dem Geschäftsgang der Großen Politik gelernt haben. Und damit alle Zweifel beseitigen:

Die bundesdeutsche Gewerkschaftsbewegung lebt und regt sich!