DIE LEIDEN EINES REPUBLIKANERS

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Dieser Artikel ist in der MSZ 2-1982 erschienen.
Systematik: 

Nachruf auf Peter Brückner
DIE LEIDEN EINES REPUBLIKANERS

Der Lebensweg des soeben mit 59 verstorbenen Peter BRÜCKNER ist selten exemplarisch: ein Wissenschaftler, dem aus verschmähter Liebe zur Demokratie das Herz versagt, setzt mit seinem Aufstieg zur Person der Zeitgeschichte dem Zustand von Wissenschaft, Politik und Opposition in diesem unseren Lande ein bezeichnendes Denkmal. Die Ironie besteht nicht zuletzt darin, daß der gute BRÜCKNER selbst am allerwenigsten das Subjekt seiner Karriere gewesen ist.

Ein "Idol der Studentenbewegung"

war er zunächst durch eher wissenschaftliche Leistungen. Vor allem sein zusammen mit J. AGNOLI herausgegebenes Buch über die "Transformation der Demokratie" (Ffm. 1968) trug zu diesem Ruf bei, da bei jeder von Staats wegen kritisch beäugten Bewegung die Suche nach den geistigen Vätern bekanntlich im Vordergrund steht. Dieser Vorwurf ist gegenüber der Wissenschaft des Psychologen BRÜCKNER indes vollkommen ungerechtfertigt.

Schon nach einigen Seiten seines Aufsatzes ("Die Transformation des bürgerlichen Bewußtseins") gilt sein Interesse der "gesellschaftlichen Funktion der protestierenden Studenten" (S. 108), also ausdrücklich nicht diesen selbst oder den Zwecken, die sie bewegt haben mögen. Und über diese Funktion erfährt man dann, neben anderem, auch gleich:

"(Sie decken auf,) daß die Gesellschaft nicht in der Lage ist, ein Stück sozialer Desintegration zu ertragen, das auszuhalten sie objektiv sehr wohl in der Lage wäre. Wahrscheinlich wird eines Tages das Maß an geduldeter Desintegration ein Indiz für die Huanität und Freiheitlichkeit der Gesellschaft sein." (S. 113)

Nun kann einem Menschen, der - kaum regt sich irgendetwas an Opposition im Land - sofort beleidigt ist, daß "die" (offenbar seine!) "Gesellschaft" so schreckhaft darauf reagiert, wohl kaum Feindschaft zu diesem Gegenstand persönlichster Anteilnahme angekreidet werden. Von Sympathie mit "Systemgegnern" zeugt das äußerst humane Ideal, man könne sie schließlich "dulden", umgekehrt auch dann nicht, wenn BRÜCKNER sich für ihre gesellschaftstheoretisch wertvolle "Indikatorfunktion" bedankt. Angebracht ist dagegen ein Vorwurf, der gewissermaßen auf einer anderen Ebene liegt: Begutachtungen der politischen Lage wie die zitierten sind alles andere als ein Beitrag zu ihrer Erkenntnis und wollen es auch nicht sein. Das wird an anderer Stelle gleich als Bekenntnis vorgeführt:

"In der Tat ist das Motiv meiner Untersuchung... die Sorge um das Individuum, das so viel mehr ist als nur ein Begriff unserer Ideengeschichte." (S. 95)

Genau wie seine Interpreten und heutigen Nachrufschteiber muß Brückner Wissenschaft für ein Geschäft hochmoralischer Qualität gehalten haben. Was aus einem Büchlein über widerspenstige Studenten - nicht alles spricht! Die Sorge um "das Individuum", diesen Gegenstand von hohem Rang, ist es demnach, die aus dem Umgang, "der Gesellschaft" - immerhin auch eine - Veranstaltung von Individuen, die "einander geschichtlich etwas antun" (S. 94) - mit Gegnern ein Problem macht - zu dessen Erklärung sich BRÜCKNER dann gewissen Erscheinungen der Wirklichkeit zuwendet. Da ohne seine psychologischen Enthüllungen "das Individuum" spätestens in 20 Jahren nur noch so Dürftiges wäre wie "ein Begriff unserer Ideengeschichte", muß ein verantwortungsbewußter Wissenschaftler sich umgehend die Frage beantworten, warum "Humanität und Freiheitlichkeit" in einer Gesellschaft eigentlich nicht wie vorgesehen zum Zuge kommen, die derselbe Wissenschaftler seinem "Individuum" doch genau dafür zugedacht hat! Kein Wunder, daß man im folgenden kein Wort über die politischen Gründe der Polizeieinsätze und Pressekampagnen aus Anlaß des Schah-Besuchs 1967 und der Ohnesorg-Erschießung erfährt, sondern ihre Bedeutung für BRÜCKNERs moralisch ja so virulentes Problem bestaunen kann:

"Die Furcht des einzelnen, zum Bewußtsein seiner selbst zu kommen, die Angst vor dem, was ihn retten könnte, die Einsicht in die Komplicenschaft seiner moralischen Entrüstung mit der eigenen Irrationalität, und die Aggression, die er widersprüchlich staut" (mein lieber Schwan!) "entlädt sich auf die studentischen Gehherdas. Vergleichbar" (wenn man von geringfügigen Unvergleichbarkeiten absieht) "entlädt sich die Furcht des Regimes als Aggression: die Furcht", (vor den genauso hasenfüßigen Untertanen!) "jene gesellschaftliche Wirklichkeit könne aufgedeckt werden, in der es seine Herrschaft durch die Komplicenschaft mit demokratisch nicht kontrollierten Mächten etabliert hat." (S. 109)

Daß ein derartiger Unsinn nicht als Verstoß gegen die Gebote der Wissenschaft, sondern als politische Abweichung beurteilt wird - nicht nur im Fall BRÜCKNER -, liegt einfach daran, daß allen Fehlern solcher Argumentation ihre Zweckmäßigkeit nicht abzusprechen ist. Es ist zwar falsch, Bürgerreaktionen auf Studenten und gegen dieselben gerichtete Polizeiaktionen ausgerechnet über das Gefühlsleben von Bürgern und "des Regimes" für "vergleichbar" zu halten. Weder tun beide Parteien dasselbe; noch bewegt sie dabei ein Problem, das sie gleich gar nicht mit den Opfern der Straßenschlacht, sondern miteinander haben; und die in diesem Problem enthaltene Tautologie einer Herrschaft mittels Gehorsam, die um das Gewährenlassen ihrer Untertanen genauso bangt, wie sich letztere vor dem Eingeständnis ihrer Knechtung ängstigen, wird auch durch vierfache Umformulierungen nicht richtiger. Aber getreu seiner moralischen Selbstverpflichtung hat BRÜCKNER mit all dem seiner Enttäuschung über eine Demokratie, die Ausschaltung politischer Opposition offenbar "nötig hat" und darin nicht auf ihren Staatszweck, sondern den irgendwie verklemmten Gemütszustand des "bürgerlichen Individuums" besorgniserregende Rückschlüsse ziehen läßt, den Anschein einer objektiven Realität verschafft. Und so positiv diese Denkweise ihrer Natur nach ist - noch der gröbste Vorwurf gegen die politische Gewalt entschuldigt sie zugleich: Aus "Furcht" schlägt sie zu! -, so deutlich entnimmt ihr ein staatlicher Gesinnungsprüfer die Distanz zur öffentlich für gut befundenen Politik, die in Vokabeln wie "Regime" oder "Komplicenschaft" augenfällig wird. Eine durchaus falsche Lesart, da auch der dümmste Fehler noch lange keine praktische Stellung zur Welt ist; allerdings eine Lesart, die genau der Prätention des Querdenkers BRÜCKNER entspricht. Will er doch just seiner theoretischen Subsumtion der Realität unter von Anfang an feststehende moralische Prämissen eben diese abgelauscht haben - nun freilich als begründete Perspektive:

"Das ist die gesellschaftliche Wirklichkeit, gegen die wir die Macht des dialektischen Denkens und die Moral der republikanischen Tradition ins Feld führen sollten:" (wohlauf, Kameraden!) "mit ihr anders als auf gespanntem Fuß und mit innerem Rückhalt zu verkehren, wäre schmählich." (S. 171)

Die Geschichte gab BRÜCKNER insofern recht, als er seitdem von einer ganzen Generation von Widerstandskämpfern mit "gespanntem Fuß" und "innerem Rückhalt" als einer der Ihren betrachtet werden konnte. Dies allein hätte aus ihm freilich nicht

eine "Symbolfigur politischer Repression"

gemacht, wäre da nicht die Sache mit einer kurnfristigen Beherbergung der Ulrike Meinhof im Jahr 1970 gewesen. Der Staat und seine Gerichte, mit denen BRÜCKNER sich anschließend bis 1977 um die Wiederherstellung seiner Professorenstelle streiten durfte, faßten dies nämlich ganz so auf, als ob

"diese eigentümliche Subjekt-Objekt-Struktur, die mutmaßlich verwickelten Beziehungen zwischen Person, Methode und Gegenstand" (a.a., S. 95),

die seine "Politische Psychologie" ja kennzeichnen sollten, nun plötzlich zur praktischen Wahrheit einer Unterstützung anarchistischer Umtriebe geworden wäre. War BRÜCKNER als Wissenschaftler aber schon kein Ziehvater linker Bösewichter, so verdient er auch diesen Vorwurf gegen seine zutiefst republikanische Opposition nicht. Die Einlassung, er habe die Meinhof zur Umkehr bewegen wollen ("Ulrike wollte aufgeben!"), halten wir zwar nicht gerade deswegen für glaubwürdig, weil uns Einzelheiten des Gesprächs oder eine richtige Kritik BRÜCKNERs am Anarchismus bekanntgeworden wären, Aber wenn uns nicht schon der wissenschaftliche Start seiner öffentlichen Karriere vom innigen Verhältnis des Professors zur demokratischen Ordnung überzeugt hätte, so beseitigt die Verwandlung des Peter BRÜCKNER in einen "Betroffenen" letzte Zweifel am Ernst dieser unglücklichen Liebe. Daß sein Staat ihm (!) so übel mitspielen konnte, veranlaßte den Republikaner zur ausgiebigen Demonstration seiner Betroffenheit, was in Kreisen linker Kulturbeobachter eine gewisse Reputation zur Folge hatte -

"Was Brückner schreibt, schreibt er aus Not. Er leidet politisch und (!) persönlich..." (NEGT) -

und BRÜCKNER, das Opfer, auf studentischen "Kongressen gegen politische Repression" zum Experten in dieser Frage werden ließ. Unverkennbar spricht daraus die Wahrheit, daß der Schaden allein noch niemanden klug macht. Wer sich im Recht fühlt, wenn ihm sein Staat die Existenz streitig macht, und daraus ein moralisches Unrecht des Staats ableitet, ein weiteres Indiz für den Verfall der "republikanischen Tradition" in Deutschland, der weiß eben auch dann noch von besseren Zwecken der Demokratie, wenn ihm die wirkliche dieses Ideal gerade als staatsgefährdend ankreidet. Wer mit seiner Betroffenheit ausgerechnet deren Urheber blamieren will und sie möglichst oft vorzeigt, damit auch andere "betroffen" werden, kennt nicht nur gemeinsame Maßstäbe, wenn sein Staat gerade mit Nachdruck auf die Differenz Wert legt. Er ist sich nicht einmal dafür zu dumm, aus seiner Betroffenheit eine Not der Politik zu verfertigen, um deren moralisch beklagenswerten Zustand sich wieder einmal jeder zu kümmern hätte - die von BRÜCKNER hofierte Linkskultur versteht es bis heute, bei jedem Besuch des Staatsanwalts nur an das Eine, Wichtigste zu denken: das "jammervolle" Bild, das der Staat mit solchen Aktionen vor ihrem wählerischen "Demokratiebegriff" abgibt. So steht glücklich alles auf dem Kopf, und der kritische Bürger fühlt sich ganz besonders dann und erst recht als das wahre Subjekt der Politik, wenn ihm diese vor Augen führt, daß er nichts zu melden hat.

BRÜCKNER darf insofem wirklich als "Experte" dieser ebenso schafsmäßigen wie wichtigtuerischen Ideologie gelten, als er ihre Logik in beiden Abteilungen bis zur Konsequenz durchgespielt hat. Erstens muß einer ja eine ziemliche Schafsnatur sein, wenn er sich bis zum "politischen Leiden" durchringt. Als wenn es nicht schon genug wäre, vom Staat die bürgerliche Existenz bestritten zu bekommen, läßt sich BRÜCKNER das auch noch zu Herzen gehen, statt sich wenigstens einmal zu ärgern. Er fragt sich also nicht, was eine Demokratie mit der "Sumpfaustrocknung" bezweckt, wenn er merkt, daß diese Aktion auf seine Kosten geht; stattdessen übernimmt er die ideelle Mitverantwortung für seine Verfolgung und verzweifelt über den Methoden des Staats, weil sie zu seinen Vorstellungen über die Republik nicht passen.

Zweitens ist er damit vom wirklichen Vorgehen des Staats auch schon wieder weg und beschäftigt sich damit, wie er sich das bloß alles vorstellen soll. In der festen Überzeugung, daß "politische Repression" in unserer schönen Demokratie hauptsächlich die Eigenschaft haben muß, daß sie nicht gelingen kann, wird er folglich wichtigtuerisch. Wenn die eigene Betroffenheit nicht Symptom eines umfassenden Staatsproblems ist! Vom Stellvertreter der eigentlich gemeinten Arbeitermassen -

"Die innerstaatliche Feinderklärung in der BRD muß... (analysiert werden) vor dem Hintergrund einer tendenziellen Abschwächung von Massenloyalitäten, die an die Wurzeln bürgerlicher Verkehrsformen rührt" (als Indiz fallen ihm dabei z.B. die zunehmenden Ladendiebstähle ein) "und die auf der Seite des Staats... sehr wohl panikartige (!) Zustände (!) auslösen kann." (BRÜCKNER/KROVOZA, Staatsfeinde, Bln. 1972, S. 81) -,

der sich zum wiederholten Mal eine staatliche Offensive als Defensive zurechtlegt, bis zur Speerspitze einer historischen Perspektive der Intelligenz -

"Die objektive Proletarisierung (?) der Intelligenz hat für die sozialistischen Intellektuellen insofern eine neue Konkretionsebene (?) erreicht, als dieser Proletarisarungsprozeß der Selbsterfabrung ein Stück weiter zugänglich geworden ist." (Tolles Erlebnis!) "Ihre Chance, in der Kontemplation zu verharren, sich nicht entschieden auf die Seite der historisch emanzipativen Kräfte zu stellen" (mit dem Stellen ist er immer bei der Hand) "ist geringer geworden." (S. 7) -,

stets wird aus der Betroffenheit eine Gelegenheit zur Hoffnung. Schließlich und endlich werden Linke nicht deshalb vom Staat unter Druck gesetzt, weil er sie loshaben will, sondern

"weil sich die Wirklichkeit wieder nach dem Gedanken drängt" (S. 105),

was BRÜCKNER bei allem Frust doch die Genugtuung verschafft, daß er mit seiner republikanischen Moral aufs richtige Pferd gesetzt hat.

Dort könnte er vermutlich noch heute an der Seite der "historisch emanzipativen Kräfte" auf das "Herandrängen der Wirklichkeit" warten, wenn diese in ihrer politischen Gestalt nicht abermals die Interpretationen ihres geistigen Liebhabers Lügen gestraft und an seiner Person

dem Zeitgeist eine Lehre

erteilt hätte. Der Nachdruck des berühmten "Buback-Nachrufes" eines Mescalero aus Göttingen (1977), an dem BRÜCKNER wie andere 200 Professoren auch beteiligt war, war von ihm selbstverständlich wieder genau andersherum gemeint. Er wollte "der Meinungsfreiheit eine Bresche" schlagen und als echter Republikaner dafür geradestehen, daß trotz der jahrelangen Hetze gegen den "geistigen Nährboden des Terrorismus" eine - Demokratie auch die offene Auseinandersetzung mit politisch mißliebigen Ansichten tolerieren müsse. Soweit der gewohnte Formalismus, sich weder für den Inhalt der mitherausgegebenen Schrift noch für die staatliche Agitation gegen Autoren und Herausgeber anders denn als Material der Inszenierung eigener politischer Moralität zu interessieren; und soweit freilich kein "objektiver" Grund, die Staatstreue BRÜCKNERs in Zweifel zu ziehen, was ihm nach weiteren 4 Jahren Beurlaubung und/oder Gehaltskürzung denn auch letztinstanzlich eingeräumt wurde - zu einem Zeitpunkt, wo er - bereits zu herzkrank für eine Rückkehr auf den Lehrstuhl war. Die bundesdeutsche Politik indes ließ den Eindruck, es könne ihr bei diesem neuen Fall BRÜCKNER in irgendeiner Weise an "objektiven" Anhaltspunkten der Disziplinarmaßnahmen gelegen sein, schon gar nicht aufkommen. Sie stellte - ordentlich gewaltengeteilt in Wissenschaftsminister, Gerichte und wissenschaftliche Gutachter - lediglich den Zweck ihres Vorgehens fest: die Aufhebung des Unterschieds zwischen der Unterstützung verbotenen Gedankenguts und der mangelnden Distanzierung davon. Sie begründete dies mit dem Willen, unerwünschte Meinungen nach Bedarf als Beitrag zu staatsfeindlichen Handlungen. zu interpretieren und entsprechend zu verfolgen. Und sie bediente sich der Methode, anhand eines durch frühere Zweifel hinlänglich begründeten Verdachts einen passenden Wissenschaftler zum Material einer gerichtlich-gutachtlichen Feinabstimmung der Grenzen erlaubten Denkens herzunehmen. Diese Rolle fiel BRÜCKNER zu, weiter nichts. Persönlich und in seiner idealistischen Selbststilisierung mag ihm das erneut tragisch, charakteristisch, historisch bedeutungsgeladen oder ungerecht vorgekommen sein. Tatsächlich, also jenseits solcher verantwortlichen und irrelevanten Maßstäbe, gibt der Fall eine schlimmere Auskunft: Die Ansprüche demokratischer Politik, selbst wenn sie ausnahmsweise dem praktisch nicht allzu spannenden Bereich ihrer wissenschaftlichen Liebhaber gelten, sind im Gegensatz zu deren Deutung ihrer "Grenzen" und "Notwendigkeiten" prinzipiell maßlos und nur durch ihre Macht begrenzt.

Wer diese keineswegs verheimlichte Natur der Demokratie wie BRÜCKNER aus lauter Liebe und Engagement für seinen Gegenstand (bzw. Gegner) allerdings partout nicht zur Kenntnis nehmen will, der macht manchmal eher sich als sonstwas fertig und stirbt zu früh für sein Alter. Der Nachruhm als "radikaler Demokrat" und der Absatz seines Alterswerks, das Kindheitserinnerungen unter dem unbezahlbaren Titel "Das Abseits als sicherer Ort" versammelt, sind ihm dafür sicher - und diese beiden größten Tragödien im Leben des Peter BRÜCKNER machen kein Schwein betroffen. Wenn überhaupt, dann erscheint uns das als die "Krise des bürgerlichen Bewußtseins".