Aus dem Linzer Programm des Austromarxismus

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Dieser Artikel ist in der MSZ 4-1988 erschienen.
Systematik: 

Aus dem Linzer Programm des Austromarxismus

Die wichtigsten Aussagen:

- "Große Industriekonzerne ... zwingen den Regierungen und Volksvertretungen ihren Willen auf. Die Großbanken beherrschen die Produktion. Das ganze arbeitende Volk gerät so (!) unter die drückende Herrschaft einer kleinen Zahl von Kapitalmagnaten...

- Je stärker die Arbeiterklasse den Kampf gegen das Großkapital führt, umso größer wird die Unterstützung anderer Schichten der Bevölkerung sein.

- Nach der "Eroberung der Staatsmacht" sollen die Produktionsmittel vergesellschaftet werden.

- Die Sozialdemokratie betrachtet den Anschluß Deutschösterreichs an das Deutsche Reich als notwendigen Abschluß der nationalen Revolution von 1918..."

Wer Ausbeutung als gemeinsame Abhängigkeit der Regierung und des arbeitenden Volkes von "großen Industriekonzernen" buchstabiert, der will die soziale Revolution aus demselben Grund wie den Anschluß: als Mittel, um der Nation wieder zu Recht und Stärke zu verhelfen!