AURI SACRA FAMES?

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Dieser Artikel ist in der MSZ 3-1980 erschienen.
Systematik: 

AURI SACRA FAMES?

"Weitsichtige Geldanleger haben schon immer Gold gekauft. Ist Gold nur etwas für Großverdiener? Mitnichten! Gold hat einen besonderen Wert, den viele besitzen wollen. - Und genau dafür ist der Tscherwonez (russ. Goldmünze) wie geschaffen." (Anzeige der sowjetischen Wozchod Handelsbank AG in Zürich)

"Gold ist ein Spielball der wildesten Profitspekulation. Die Entwicklung des Goldpreises ist ein Ausdruck der noch unberechenbarer und abenteuerlicher gewordenen Politik des Imperialismus. Einfache, biedere Bürger erlebten, als sie durch den Verkauf ihrer Goldmünzen auch einmal Supergewinne machen wollten, nicht vermutete Überraschungen, weil die Banken ihnen ihre Münzen entweder gar nicht oder nur mit Abschlägen von mitunter 30% abgenommen haben." (Klaus Kolloch in der Ost-Berliner Zeitung HORIZONT)

"Die Löhne der schwarzen Bergarbeiter sind - vor allem infolge des gestiegenen Goldpreises: - in den 70er Jahren in einem nie dagewesenen Maße emporgeschnellt. Mitte 1979 erreichte der durchschnittliche Monatslohn eines Untertagearbeiters 158 Rand (= DM 360). Daneben steht den Bergarbeitern und Arbeitern eine bunte Palette von Möglichkeiten der sportlichen Betätigung und Freizeitgestaltung - kostenlos - zur Verfügung." (Vor allem unter Tage!) (Information der Presseabteilung der Südafrikanischen Botschaft)

"Nur über eins gibt die Anzeigeder Zürcher Sowjetbank keinen Aufschluß. Über den größten Goldproduzenten Südafrika schreibt Professor Kolloch: 'An den märchenhaften Profiten der Goldminenbesitzer haben die schwarzen Arbeiter keinen Anteil.' Wie aber sieht es bei dem zweitgrößten Goldproduzenten, bei der Sowjetunion aus? Die weißen Arbeiter im Ural und in Sibirien, die dort meist im Tagebau rund 700 Tonnen Gold im Jahr schürfen, aus dem der Tscherwonez geprägt wird - werden sie am Mehrwert ihrer Arbeit beteiligt?" (Joachim Nawrocki in der "Zeit")

"Wenn wir dereinst im Weltmaßstab gesiegt haben, dann werden wir, glaube ich, in den Straßen einiger der größten Städte der Welt öffentliche Bedürfnisanstalten aus Gold bauen. Das wäre die 'gerechteste' und beste anschaulich-belehrende Verwendung des Goldes.." (W.I. Lenin, Über die Bedeutung des Goldes jetzt und nach dem völligen Sieg des Sozialismus)